Und wieder donnern die Kanonen

HERMESKEIL. Der Hammer zum Fassanstich liegt bereit, die Kanone der Stadtsoldaten ist geladen: Heute beginnt die 34. Hermeskeiler Stadtwoche. Bis zum 20. Juli wird das größte Volksfest im Hochwald wieder Tausende Besucher anlocken. Der Trierische Volksfreund bietet ein Familienprogramm am Sonntag.

Die Stadtwoche ist eines der Aushängeschilder der Stadt im Hochwald. Neun Tage lang herrscht ein Ausnahmezustand: Die Innenstadt ist voller Menschen, vor allem in den Abendstunden drängen sich die Besucher auf dem Festplatz und vor der Showbühne. Stammgäste werden auf der 34. Stadtwoche viele bekannte und traditionelle Programmpunkte finden, aber dennoch ist einiges neu. Der Kirmesplatz auf dem neuen Markt wurde komplett neu gestaltet, und zum ersten Mal wird die Stadtwoche auf ein Festzelt verzichten. Alle Programmpunkte auf der Showbühne finden Open Air statt. Kirchenkonzert und Hobbyturnier

Die ersten zur Stadtwoche gehörenden Programmpunkte gab es - das ist Tradition - schon vor der offiziellen Eröffnung. Gestern Abend präsentierte das Tinny-Brass-Ensemble zusammen mit dem Organisten Johannes Klar ein Konzert in der Martinuskirche. Außerdem lud der Tischtennisclub Hermeskeil zu seinem immer einen Tag vor der offiziellen Eröffnung stattfindenden Hobbyturnier in die Hochwaldhalle ein. Heute donnern die Kanonen. Die Eröffnungsfeier der Stadtwoche beginnt um 15 Uhr mit einem Platzkonzert der Hermeskeiler Stadtkapelle vor dem Rathaus. Um 15.15 Uhr ziehen Orchester und Zuschauer gemeinsam vom Rathaus zum Festplatz, und um 15.30 Uhr wird Stadtbürgermeisterin Ilona König auf der Showbühne das Fass anstechen. Mit "New Generation" wird heute Abend der erste Höhepunkt auf der Showbühne erwartet. Ab 20.30 Uhr bietet das Showorchester Klassik und Pop. Der Sonntag beginnt um 10.30 Uhr mit einem feierlichen Gottesdienst zu Ehren des Heiligen Donatus in der Martinuskirche. Ab 13 Uhr laden die Händler in der Fußgängerzone zu einem verkaufsoffenen Sonntag ein. Der Trierische Volksfreund lädt die Besucher der Stadtwoche und insbesondere Familien ab 15 Uhr zur Showbühne ein. Eddi Zauberfinger wird ein Mitmach-Musical für Kinder anbieten. Zuschauer der magischen Show werden auch auf Lucky, die Leseratte, treffen. Ab 20.30 Uhr präsentiert der TV auf der Showbühne "Inflagranti". Das musikalische Sextett bietet Konzert und Show und ist ein Geheimtipp für Italofans. Beliebte traditionelle Bestandteile der Stadtwoche sind auch in diesem Jahr im Programm zu finden. Am Mittwoch, 16. Juli, lädt die Fußgängerzone zwischen 8 und 18 Uhr zum Stadt- und Krammarkt ein. Der 17. Juli gehört der Bundeswehr. Das Raketenartillerielehrbataillon 52 wird ab 11.30 Uhr im Stadtpark Ausrüstung und Ausbildung vorstellen. Der Tag der Garnison im Stadtpark ist eine Geste des Dankes. Als Hermeskeils Stadtrechte im Juli 1970 gefeiert werden sollten, schrieb die Bundeswehr Stadtgeschichte. Der Festakt, zu dem auch der damalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Helmut Kohl erwartet wurde, sollte in der alten Turnhalle des Gymnasiums stattfinden - die aber eine Nacht vorher lichterloh brannte. Raketenwerfer im Stadtpark

Der Festakt wurde kurzfristig in die Mehrzweckhalle der Hochwald-Kaserne verlegt. Seitdem bedankt sich die Stadt Hermeskeil mit dem traditionellen Tag der Bundeswehr während der Stadtwoche im Sommer. Die Hermeskeiler Artilleristen bringen großes Gerät mit, beispielsweise den mächtigen Raketenwerfer "Mars" (mittleres Artillerie-Raketen-System). Der traditionelle Erbseneintopf gehört ebenfalls mit dazu. Ebenfalls fester Bestandteil der Stadtwoche ist der Senioren-Nachmittag. Dieser findet dieses Mal am 18. Juli ab 14.30 Uhr in der Hochwaldhalle statt. Am selben Tag spielt abends ab 20.30 Uhr die beliebteste Coverband des Hochwaldraums auf der Showbühne: "Gimme 5". Der letzte Festtag ist der 20. Juli. Das Saar-Rock-Projekt wird es ab 20.30 Uhr noch einmal richtig krachen lassen, bevor das Feuerwerk am Schulzentrum ab 22.30 die 34. Stadtwoche beenden wird. Das Eröffnungswochenende finden Sie in Wort und Bild in der Montagsausgabe der Hochwald-Zeitung.