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Unfallschäden an Marienkapelle in Neuhütten sind behoben

Vor zwei Jahren war ein Auto hineingefahren : Marienkapelle bei Neuhütten ist wieder aufgebaut

Vor zwei Jahren war das Gotteshaus bei Neuhütten durch ein Auto zerstört worden, nun ist es repariert.

Die Marienkapelle an der Landesstraße 166 zwischen Neuhütten und Züsch präsentiert sich wieder so gut wie neu. Ein Auto hatte sie im April vor zwei Jahren schwer beschädigt. Die Fahrerin hatte damals auf der Gefällstrecke in Richtung Züsch die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren und war in das Gotteshaus gerast (der TV berichtete). Durch den Aufprall brach der gesamte vordere Teil der Marienkapelle einschließlich zweier Seitenfenster ein (siehe Archivbild unten rechts).

Dass die Kapelle wiederhergerichtet werden sollte, stand laut dem Neuhüttener Ortsbürgermeister Peter Koltes von Anfang an fest. Denn sie war 1946 von Kriegsheimkehrern errichtet worden – im Gedenken an im Zweiten Weltkrieg gefallene Neuhüttener und aus Dankbarkeit für ihre eigene Rückkehr.

Da es sich um einen Versicherungsfall handelte, war auch die Finanzierung des Wiederaufbaus gesichert. Doch wegen unklarer Eigentumsverhältnisse zog sich die Reparatur dennoch länger als erwartet hin. Das Kernproblem war laut Koltes, dass die Kapelle auf einem Grundstück stand, das inzwischen einer Erbengemeinschaft gehörte. Nachdem deren Mitglieder ermittelt waren, konnte die Ortsgemeinde die Fläche kaufen. Sie ist nun Eigentümer des Kirchengebäudes und des Grundstücks. Für die anstehenden Reparaturarbeiten trat die Gemeinde alle Rechte an die Kirchengemeinde ab, die diese Instandsetzung dann beauftragte.

So sah die Kapelle im April 2018 aus: Große Teile des Gebäudes liegen in Trümmern, nachdem ein Auto hineingerast ist. Foto: Florian Blaes

Die Arbeiten begannen am 20. April und sind laut Ortsbürgermeister Koltes inzwischen abgeschlossenen. Damit stehen die Chancen gut, dass trotz noch immer geltender Kontakteinschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie in nicht allzu ferner Zeit an der Kapelle gefeiert werden kann.

Ursprünglich geplant war dies bereits für 2018 – und zwar nach Abschluss einer zum 70-jährigen Bestehen der Kapelle vorgesehenen Renovierung. Diese Renovierung hatte sich durch den Unfall dann allerdings erübrigt.