"Unterkunft" für Jugend und Gerät

Nach langen Vorüberlegungen macht Pellingen Ernst in Sachen kombiniertes Vereinslagerhaus und Jugendheim. Jetzt wird ein Bauantrag für das rund 190 000 Euro teure Objekt gestellt.

Pellingen. In seiner jüngsten Sitzung hat der Ortsgemeinderat Nägel mit Köpfen gemacht: Die Kombi-Unterkunft für Jugend und Gerät wird von Grund auf neu gebaut und nicht, wie ursprünglich angedacht, unter Verwendung kräftig zu sanierender Altbau-Substanz vorwiegend in Eigenleistung erstellt. Einstimmige Entscheidung im Ortsgemeinderat

Schon im März des vergangenen Jahres hatten VG-Bürgermeister Winfried Manns und Beigeordneter Karl-Heinz Frieden dem Pellinger Rat empfohlen, einen Bauantrag zu stellen, damit die notwendigen Gelder aus dem Investitionsstock des Landes und/oder aus dem Programm "Leader+" lockergemacht werden könnten. Damals hieß es, eine Entscheidung werde nicht vor 2008 getroffen. Der Ortsgemeinderat hat jetzt einstimmig entschieden.Am ursprünglichen Grob-Konzept hat sich im Prinzip nichts geändert - außer der Tatsache, dass nun nicht mehr auf alte Bausubstanz zurückgegriffen werden soll. Auf rund 200 Quadratmeter Grundfläche, so sieht es die Planung von Bauingenieur Volker Reinhard vor, wird ein zweigeschossiges Gebäude entstehen, dessen Untergeschoss drei Lagerräume aufnimmt: Einer davon ist dem Karnevalsverein zugedacht, der zweite wird vom Heimatverein genutzt, und im dritten wird die Gemeinde ihre Geräte unterbringen.Das Obergeschoss ist der Pellinger Jugend vorbehalten: Auf brutto 14 mal 18 Meter Grundfläche wird das Domizil für die Jugend mit eigenen Sanitäranlagen entstehen.Fertigstellung des Projekts für 2009 geplant

Die Kosten für das nicht nur von der Jugend heiß ersehnte Objekt werden auf 190 000 Euro geschätzt - ein Betrag, den die chronisch finanzkranke Gemeinde Pellingen nicht allein aufbringen kann. Ein Teil der Kosten soll durch Eigenleistungen ausgeglichen werden, und wieder richten sich die Blicke der Ratsmitglieder auf Zuschüsse aus dem Projekt "Leader+" und eventuell aus dem Investitionsstock des Landes.Der Beschluss, jetzt den notwendigen Bauantrag zu stellen, wurde einstimmig gefasst. Wenn sich die Vorstellungen des Rates realisieren lassen, soll das Projekt im kommenden Jahr fertiggestellt sein.