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Verbandsgemeinderat Hermeskeil lehnt größere Abstände von Windrädern zu Wohnhäusern ab

Verbandsgemeinderat Hermeskeil lehnt größere Abstände von Windrädern zu Wohnhäusern ab

Der Rat der Verbandsgemeinde (VG) Hermeskeil hat sich am Mittwochabend in der strittigen Diskussion über die Abstände von Windrädern zu Wohnhäusern für ein Festhalten an seinem bisherigen Kurs ausgesprochen.

Das Gremium bekräftigte mit einem Mehrheitsbeschluss, dass es eine Mindestdistanz von 1000 Metern für ausreichend hält. Der Rat lehnte damit die in einem Einwohnerantrag gestellte Forderung der Interessengemeinschaft (IG) Rettet den Hochwald ab.

Die Gruppe um den früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Karl Diller hatte mehr als 1000 Unterschriften gesammelt und verlangt, dass auf dem Gebiet der gesamten VG bei der Errichtung neuer Windräder eine Entfernung zur Wohnbebauung eingehalten wird, die der zehnfachen Nabenhöhe solcher Anlagen (in der Praxis 1400 Meter) entspricht. 13 Ratsmitglieder inklusive Bürgermeister Michael Hülpes (CDU) stimmten dennoch für den 1000-Meter-Abstand.

Sechs Politiker unterstützten die Position der IG. Aus Gründen der Rechtssicherheit durften fünf Ortschefs, die schon Verträge mit Windkraftinvestoren abgeschlossen haben und zugleich VG-Ratsmitglieder sind, nicht mit abstimmen.