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Verein will bei Saarburger Bädern mitreden

Verein will bei Saarburger Bädern mitreden

Der Förderverein für die Saarburger Bäder will künftig bei der Gestaltung der beiden Wasser-Freizeitanlagen wieder mehr mitreden. Kerstin Schikora hat nach mehr als 40 Jahren Bernhard Hemmerling als Vereinsvorsitzende abgelöst. Sie will den Verein wieder zu einer Schnittstelle zwischen Schwimmern und Verwaltung machen.

Saarburg. Der Förderverein für die Saarburger Freizeitbäder hat die vergangenen Jahre im Vereinsregister ein stilles Eckchen belegt. Weder gab es öffentliche Veranstaltungen, in denen man um Geld für die Ausgestaltung der Bäder warb, noch hat man sich öffentlich zu den Sanierungen in den beiden Freizeiteinrichtungen geäußert. Das soll künftig wieder anders werden, sagt Kerstin Schikora, die seit dem Frühjahr Vorsitzende des Vereins ist.
Vereinsvorsitzender war seit der Gründung des Fördervereins vor mehr als 40 Jahren bis zur Neubesetzung des Spitzenamts Bernhard Hemmerling. "Wir haben den Verein seinerzeit gegründet, weil wir ein Hallenbad, aber kein Sportbad haben wollten", sagt Hemmerling, der für die CDU im Stadtrat sitzt. Als das Hallenbad zu Beginn der 1970er Jahre geplant wurde, sei es nach den seinerzeit geltenden Richtlinien nicht förderfähig gewesen. "Aber", so Hemmerling, "mit dem auf dem Warsberg entstehenden Feriendorf im Rücken ist es gelungen, dass das Hallenbad von der Bundes- und der Landesregierung als Prototyp anerkannt und entsprechend gefördert wurde."
Von dem damals ausgezahlten Geld profitiert der Verein bis heute. Ein niedriger fünfstelliger Betrag steht für Förderzwecke noch zur Verfügung.
"Letzteres ist auch einer der Gründe, weshalb wir den Förderverein wiederbeleben wollen", sagt Schikora. Ein anderes Argument sei, dass im Hintergrund eine Diskussion begonnen habe, wie die Bäder weiterentwickelt werden könnten. In diese Debatte wolle man sich - so Schikora - einbringen, etwa wenn es um den Rückbau des 50-Meter-Beckens im Freibad geht.
Der neue siebenköpfige Vorstand des Fördervereins habe sich zahlreiche Aufgaben vorgenommen, sagt die Vorsitzende im TV-Gespräch. "Wir wollen wieder aktiver werden, neue Mitglieder gewinnen und mit den Bademeistern und der Verwaltung klären, wo Unterstützung nötig ist", ergänzt Schikora. Auf der Agenda des neuen Vorstands steht auch das Thema Mitgliedsbeitrag, denn bislang konnte man Vereinsmitglied sein, ohne etwas zu zahlen.
"Die Stadt und die Verbandsgemeinde Saarburg brauchen die beiden Bäder dringend", sagt Hemmerling, selbst aktiver Schwimmer. "Als von der Verwaltung unabhängige Instanz legen wir Wert darauf, dass die Anliegen der Nutzer bei der weiteren Planung der Bäder berücksichtigt werden." Dazu gehöre beispielsweise, dass das große Schwimmerbecken sowie die Sprunganlage erhalten bleiben oder die Badesaison im Freibad verlängert wird.Extra

Die Verbandsgemeinde Saarburg hat seit 2012 in den Unterhalt des Freibades rund 96 000 Euro investiert. Davon flossen etwa 43 500 Euro in den Unterhalt der Anlage und des Grundstücks sowie 28 500 Euro in den Unterhalt der technischen Anlagen. Etwa 12 000 Euro wurden für Neuanschaffungen ausgegeben. Für den Unterhalt des Freizeithallenbads war in diesem Zeitraum deutlich mehr Geld nötig. Rund 518 000 Euro wurden hier seitens der Verbandsgemeinde investiert. Davon flossen 222 000 Euro in eine neue Heizungsanlage und etwa 170 000 Euro in die Sanierung der Trinkwasserleitungen, der Duschen sowie der Toiletten. Für den Unterhalt der Gebäude und des Grundstücks wurden rund 77 000 Euro und für den Unterhalt der technischen Anlagen rund 32 500 Euro investiert. Für Neuanschaffungen wurden 16 500 Euro ausgegeben. itz