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Gewerbe: Verein will Branchenmix verbessern

Gewerbe : Verein will Branchenmix verbessern

Saarburger Gewerbeverband will den eingeschlagenen Kurs halten und Leerstand bekämpfen.

Eine angeregte Debatte und Einigkeit in Personalfragen gab es bei der Mitgliederversammlung des Saarburger Gewerbeverbands (SGV) im Wirtshaus Keller. Ungefähr ein Drittel der knapp 100 Mitglieder war gekommen, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, das neue Jahr zu planen und den Vorstand zu wählen. Dabei gab es zwei Neuzugänge: Michael Eble (28) vom Edeka-Markt in Beurig und Volker Biwer (Remax Immobilien) rückten als Beisitzer nach. Heiner Behr vom Autohaus Werner und Johannes Nicknig (Eursesa-Reisen) hatten nicht mehr kandidiert, der restliche Vorstand wurde fast einstimmig in seinen Ämtern bestätigt. (siehe Info).

Sorgen bereiten nach wie vor die zunehmenden Leerstände in der Saarburger Innenstadt, das möchte der SGV in Zusammenarbeit mit der Verwaltung und den Vermietern der Läden ändern, die Gespräche laufen vordringlich. Es sei aber nicht einfach, die Hausbesitzer zu überzeugen, mit moderaten Mieten auch Firmengründern eine faire Chance zu geben. Marc Thiel sagt: „Der Branchenmix ist zwar noch ganz gut, es fehlen aber beispielsweise ein Fahrradhändler, ein Kinderladen oder ein Sportgeschäft.“

„Die Kassenlage des Vereins ist stabil und gut“, berichtet Josef Reinert, ungefähr 75 Prozent des Budgets werden für Werbung ausgegeben“ und Stefan Müller ergänzt, dass man auch auf den Plattformen im Internet und in den sozialen Medien zunehmend aktiv ist.

Die bewährten Aktionen vom „Saarburger Frühling“ (Sonntag, 14. April) bis zum „Weihnachtsshopping“ am Donnerstag vor dem dritten Advent sind laut Verein erfolgreich und bleiben unverändert. Vor allem die Frühlingsaktion und die Markttage erfreuten sich eines stark gestiegenen Zuspruchs durch externe Standbetreiber. Einzig der Weihnachtsmarkt stand zur Diskussion. Dieser wird nämlich nicht in Eigenregie, sondern von der Stadt Saarburg veranstaltet und vom SGV mit einem mittleren vierstelligen Betrag bezuschusst, ohne den der Markt auch nicht machbar wäre. Wieder hereinholen konnte der SGV zumindest einen Teil des Gelds durch den Betrieb eines Glühweinstands. Dieses Engagement soll – wie einstimmig beschlossen wurde – auch weiter bestehen bleiben.

Der Weihnachtsmarkt am zweiten und dritten Adventswochenende sei unverzichtbar für Image und Besucherfrequenz der Stadt. Explizit hervorgehoben wurden die Synergieeffekte mit dem am dritten Adventswochenende stattfindenden Viktorianischen Weihnachtsmarkt in der Glockengießerei. „Hier kommen viele Besucher, um sich die fantasievoll gestalteten Kostüme anzuschauen und die tolle Atmosphäre auf sich wirken zu lassen“, sagte die Vorsitzende Janine Russo. Die Stadt plane auch eine Erweiterung des Weihnachtsmarkts bis hoch zur katholischen Kirche jenseits des Wasserfalls, die jedoch wegen der andauernden Bauarbeiten auf dem Areal an der Kirche noch fraglich sei.

An jedem zweiten Mittwoch im Quartal findet zudem neuerdings ein Unternehmerstammtisch statt, zu dem auch Nicht-Mitglieder willkommen sind. Ort, Datum und Zeit finden sich, neben anderen Informationen, auf der Internetseite des Saarburger Gewerbeverbands sgv-saarburg.de.