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Verkehr aus Wohngebiet fernhalten

Straßenverkehr Gereon Christen, Marita Thomas und Toni Scheer Wasserliesch

Zum Bericht "Endlich weniger Autos in Könen" (TV vom 16. Oktober):

Laut Zählung der Verbandsgemeinde Konz hat sich der Verkehr im Wohngebiet Granahöhe in Wasserliesch seit Eröffnung der Umgehung Könen und der gleichzeitigen Sperrung der L 134 verdoppelt. Dies bedeutet, dass zurzeit täglich 1200 bis 1400 Fahrzeuge die Straße In der Zehnt befahren. Bei Zählungen der Anlieger wurde ein Spitzenwert von 205 Fahrzeugen in einer Stunde ermittelt. Dies ist eine Zumutung!
Auf Unverständnis stößt deshalb die Äußerung von Hans-Michael Bartnick (Landesbetrieb Mobilität), der "vermutet, dass die Gemeindestraße nicht mit Verkehr überlastet sei". Vermuten ist nicht wissen. Die Zahlen der VG Konz belegen, dass er mit seiner Vermutung falsch liegt.
Ich vermute, er war noch nie vor Ort, um sich ein Bild von der Verkehrssituation zu machen. Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn er sich einmal werktags zwischen 16 und 18 Uhr oder samstags den Autokonvoi anschaut, der sich durch die Straße "In der Zehnt" quält.
1997 wurde die verkehrsberuhigte Straße angelegt. Um die Fahrer zu einer langsamen Fahrweise anzuhalten, hat man zahlreiche gepflasterte Temposchwellen eingebaut. Diese Maßnahmen sorgen jedoch jetzt bei der großen Anzahl von Fahrzeugen zu einer erhöhten Lärmbelästigung. Schon allein dadurch, dass die Fahrer vor jeder Temposchwelle abbremsen und auf dem gepflasterten Teilstück wieder beschleunigen, entsteht zusätzlicher Lärm. Dies trifft ganz besonders auf Autos und Traktoren mit Hänger sowie Kleinkrafträder und Motorräder zu.
Den damaligen Grundstücksinteressenten wurde 1996 die Planung des Baugebietes im Rahmen einer Gemeindeveranstaltung durch das zuständige Planungsbüro vorgestellt. Dabei wurde auch erklärt, dass an der Stelle des Wendekreises (Übergang des Baugebietes zum Gewerbegebiet) eine Absperrung in Form einer Schranke installiert werden solle, um Durchgangsverkehr zu vermeiden. Von der Schranke wurde später jedoch nie mehr gesprochen. Es müssen dringend Maßnahmen getroffen werden, um den Verkehr und damit den Lärm aus dem Wohngebiet fernzuhalten.
Gereon Christen,
Marita Thomas und Toni Scheer
Wasserliesch