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Verkehrs- und Verschönerungsverein Saarburg pflegt den Salzbrunnen

Geschichte : Neue Infotafel an uralter Quelle im Saarburger Kammerforst

Der Verkehrs- und Verschönerungsverein Saarburg pflegt den historischen Salzbrunnen im Beuriger Kammerforst. Er wurde bereits vor mehr als 2000 Jahren genutzt.

Der Vorsitzende des Saarburger Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV), Alois Benzkirch, ist ganz sicher: „Diese erdsalinische Quelle wurde vor 2500 Jahren schon von den keltischen Bewohnern im Kammerforst genutzt.“ Deren Gräber sind noch zu erkennen, der Salzbrunnen sprudelt immer noch. Und zwar nicht einfach Grundwasser, sondern mit einem Salzgehalt, der deutlich zu schmecken und so hoch ist, dass man damit kochen kann, ohne nachzusalzen. „Da sind von den Leuten in früheren Zeiten schon mal 10000 Flaschen im Jahr abgefüllt worden“, weiß der stellvertretende Vorsitzende, Karl-Heinz Thiel.

Die Infotafel ist frisch restauriert wieder angebracht worden. Auch ein historisches Bild einer Postkarte aus 1898 auf einer weiteren, kleineren Tafel, die das Mitglied Bernd Gehlen zur Verfügung gestellt hatte, ist wieder, frisch gereinigt, vom Bauhof aufgestellt worden. Die große Tafel, direkt über dem Ausfluss des Wassers, wurde in der Metallwerkstatt der Berufsbildenden Schule Beurig unter der Aufsicht von Fachlehrer Klaus Becker restauriert.

Im Mittelalter bereits ließ Kurfürst Balduin von Trier als Besitzer des Kammerforstes die Anlage einer Salzsiede prüfen, haben Historiker herausgefunden. Wieder entdeckt wurde die Salzquelle 1870. Hohe Konzentrationen von Natriumchlorid (Kochsalz), Magnesium und Kalium führten zur Einrichtung einer Kur- und Wasserheilanstalt in Beurig mit dem Salzbrunnen als Zentrum eines Kurparkes.

Heute ist es still geworden um diese Anlage, die von VVV- Mitglied Otmar Rauen gepflegt wird. Hier finden vor allem Spaziergänger ihre Ruhe, die ihr Auto oft auf dem Parkplatz Waldesruh (Nähe Firma Tectro) abstellen und dem Wanderweg Richtung Serrig folgen. Seit 15 Jahren kümmert sich der VVV, damals noch unter dem Vorsitz von Alfons Piry, um den Brunnen ganz in der Nähe des Molesbaches. Entspannung und gesundes Wasser haben hier ein Stelldichein.