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Vernunftlösung führt zu Baurecht

Vernunftlösung führt zu Baurecht

Eine Übereinkunft mit der Ortsgemeinde könnte zwei Grundstücksbesitzern in Kommlingen Baurecht bescheren. Das war bisher ausgeschlossen, weil die möglichen Bauplätze im landwirtschaftlich zu nutzenden Bereich liegen. Der Ortsbeirat stimmte dafür.

Konz-Kommlingen. (kdj) Zweimal - im April und im September 2009 - hatte der Ortsbeirat Kommlingen einen von der Verwaltung vorgelegten Bebauungsplan mit Wohnbauverbot für zwei Grundstücke in der Straße "Zum Schönblick" blockiert.

Grund: Zwischen Bauherren/Mietern oder Käufern auf der einen und den Sportplatzbetreibern und -nutzern auf der anderen Seite gab es einen Interessenkonflikt.

In Verhandlungen wurde dann aber ein Interessenausgleich gefunden: Bei einem Verzicht auf Klagen gegen Sportplatz und Betreiber wegen Lärmbelästigung durch Sportler, Platzbesucher und Verkehr und bei gleichzeitiger Ausstattung der neu zu bauenden Wohneinheiten mit ausreichender Schalldämmung könnte eine Wohnbebauung genehmigt werden.

Der Ortsbeirat stimmte diesem Lösungsvorschlag bei einer Enthaltung zu. Die endgültige Entscheidung fällt der Bauausschuss/Stadtrat.

Zwei weitere Bebauungspläne am nordöstlichen Ortsrand und am Hermesgröthberg wurden aus formalen Gründen aufgehoben. Ihre Vorgaben waren im Wesentlichen eingehalten, die Einhaltung aber nicht bestätigt worden.

Die Erweiterung des Bürgerhauses (Alte Schule) steht wegen fehlender Haushaltsmittel weiter in den Sternen. Ortsvorsteher Lorenzo Mastrocesare sieht eine Benachteiligung Kommlingens, weil der Ort im Gegensatz zu anderen Stadtteilen keinen "Veranstaltungsbereich unter Dach" habe. Er schlug vor, sich möglicher Zuschüsse aus Dorferneuerungsmitteln zu versichern, was Bürgermeister Karl-Heinz Frieden veranlasste, einen Antrag anzuregen. Der Ortsbeirat folgte dem Rat Friedens, auch wenn in diesem Jahr keine Gelder mehr fließen.