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Versuchter Mord: Revision eingelegt

Kostenpflichtiger Inhalt: Gericht : Versuchter Mord: Verteidiger legt Revision ein

Der Mann, der eine Frau in Taben-Rodt überfahren haben soll, will, dass das Urteil des Landgerichts überprüft wird und hat deshalb entsprechend Rechtsmittel eingelegt.

(mai) In einem Prozess mit vielen Zeugen und Gutachtern hat das Landgericht Trier am vergangenen Dienstag einen Mann aus dem Saarland zu zehn Jahren Haft für versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung sowie vorsätzlichem Eingriff in den Straßenverkehr verurteilt. Dem Angeklagten wurde zudem  der Führerschein entzogen. sein Verteidiger hat nun Revision eingelegt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann seiner Ex-Geliebten in Taben-Rodt auf dem Parkplatz bei ihrer Arbeitsstätte aufgelauert hatte, um sie zu töten. Mit Tempo 30 sei er auf sie zugefahren, als sie den Parkplatz zu Fuß habe überqueren wollen. Die 43-Jährige sei durch die Luft geschleudert worden und schwer verletzt liegengeblieben. Der Angeklagte sei weggefahren. Eine Revision einzulegen, ist nur möglich innerhalb einer Woche nach dem Urteilsspruch. Auf TV-Anfrage erklärte der Rechtsanwalt des Verurteilten, Andreas Ammer: „Ich warte auf die schriftliche Urteilsbegründung und entscheide dann zusammen mit meinem Mandanten, ob und wie ich die Revision begründe.“ Bei einer Revision werden im Gegensatz zur Berufung nicht noch einmal die tatsächlichen Umstände des Falls untersucht, sondern lediglich das Urteil der vorherigen Instanz auf Rechtsfehler überprüft.

Bei erstinstanzlichen Urteilen des Landgerichts wie in diesem Fall ist laut Landgerichtssprecher Thomas Keich der Bundesgerichtshof für die Revision zuständig. Käme dieser zu dem Schluss, dass das Urteil fehlerhaft sei, würde er es aufheben und an eine andere Schwurgerichtskammer des Landgerichts zurückverweisen. Dort würde laut Keich sodann neu verhandelt.