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Verwaltung bis Januar nur eingeschränkt online

Verwaltung bis Januar nur eingeschränkt online

Die Internetseite der Verbandsgemeinde Saarburg bietet seit mehreren Monaten nur noch rudimentäre Informationen. Besondere Probleme bereitet der Verwaltung die Übernahme der alten Daten in die neue Homepage.

Viel Grau, fehlende Informationen: Die Internetseite der Verbandsgemeinde Saarburg. Foto: Screenshot Foto: (h_sab )

Saarburg. Wer zurzeit im weltweiten Netz auf Suche nach Informationen über die Verbandsgemeinde (VG) Saarburg ist, findet nur wenige. Beim Aufrufen der Adresse www.vg-saarburg.de blinkte einem zwischenzeitlich die Fehlermeldung "Netzwerk-Zeitüberschreitung" an, sonst kam nichts. Derzeit ist die Internetseite wieder erreichbar, doch bietet sie nur eingeschränkte Informationsmöglichkeiten.

Er ist möglich, sich Auskünfte zum Amtsblatt, zu Baugrundstücken in der Verbandsgemeinde und zu Ausschreibungen anzuschauen. Unter dem Link Rats-Informationssystem lassen sich die Unterlagen der nächsten Ausschuss- und Ratssitzungen in der Verbandsgemeinde abrufen. Klickt der Nutzer auf den Link Bürger-Informationssystem, findet er allgemeine Informationen zu Themen von A wie Ausweis bis Z wie Zweitwohnungssteuer. Auch die Kontaktdaten der Ansprechpartner in den Fachbereichen der Verwaltung stehen dort.

Alle übrigen Informationen zur Kommune, die man bis vor kurzem dort finden konnte, beispielsweise die Vorstellung der Ortsgemeinden, Hinweise zu Veranstaltungen in der Verbandsgemeinde sowie Kennzahlen aus der VG, sind nicht mehr abrufbar. Susanne Rendenbach, Pressesprecherin der VG Saarburg sagt auf TV-Anfrage: "Aus Sicherheitsgründen technischer Art mussten wir die alte Homepage im September abschalten." Seither arbeite die Verwaltung mit Hochdruck am neuen Internetauftritt der VG. Auch in der jüngsten Sitzung des Saarburger Verbandsgemeinderats war die mangelhafte Homepage Thema. Stephanie Nabinger, Chefin der Grünen-Fraktion, kritisierte, dass es momentan nicht möglich sei, sich auf einer Homepage umfassend über die Saarburger Verwaltung zu informieren. In der Sitzung erklärte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Jürgen Dixius, dass geplant sei, im Januar wieder mit einer eigenen Seite präsent zu sein. Zu den Kosten der Umstellung hat die VG auch auf TV-Nachfrage keine Auskunft erteilt.

Für Nabinger passt die fehlende Internetpräsenz gut in die Kommunikationsstrategie der Verbandsgemeindeverwaltung, die sie kritisiert. Sie erinnerte die Verwaltung in der jüngsten Ratssitzung daran, dass sich die Fraktionen in der VG bereits vor acht Monaten darauf verständigt hätten zu prüfen, in welcher Form sich die im Verbandsgemeinderat vertretenen Parteien ab der nächsten Legislaturperiode im Kreisblatt präsentieren können. "Das Kreisblatt ist aus meiner Sicht vor allem ein CDU-Organ", sagte Nabinger.

Eine Einschätzung der Franz-Josef Reiter, Sprecher der CDU-Fraktion, lautstark und Dixius vehement widersprachen. Der Bürgermeister verwies darauf, dass die Zeitung das amtliche Mitteilungsblatt der Kommunen innerhalb der Verbandsgemeinde sei. Parteipolitik habe darin nichts verloren.