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Verwaltung: Golfpark setzt wirtschaftliche Impulse

Verwaltung: Golfpark setzt wirtschaftliche Impulse

Die Kreisverwaltung Trier-Saarburg reagiert auf die Berichterstattung des TV zu den Golfparkplänen eines luxemburgischen Investors auf dem Fellericher Plateau. Anders als die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord hält sie ein neues Raumordnungsverfahren nicht für notwendig.

Tawern/Trier. Die Kreisverwaltung Trier-Saarburg als untere Landesplanungsbehörde widerspricht den oberen Landesplanern bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord.
Die SGD Nord fordert ein neues Raumordnungsverfahren für das Fellericher Plateau. Dort plant die Gemeinde Tawern gemeinsam mit dem luxemburgischen Investor Antoine Feidt 300 Wohnhäuser, ein Hotel und einen Neun-Loch-Golfplatz. Laut SGD Nord verstößt der Plan gegen das Landesentwicklungsprogramm IV, das die Umsetzung von Großprojekten regelt (der TV berichtete).
Die Kreisverwaltung sieht das anders. Nach einem Bericht des TV über die Auffassung der Landesbehörde meldet sich Landrat Günther Schartz (CDU) zu Wort. Die Kreisverwaltung halte zum jetzigen Stand des Verfahrens ein neues Raumordnungsverfahren nicht für notwendig.
Stellungnahmen und Genehmigungen der Kreisverwaltung erfolgten nicht aus parteipolitischem Kalkül, sondern auf der Basis geltenden Rechts, betont er. "Gesetz und Recht lassen auch heute noch die Genehmigung und Realisierung von Großprojekten zu, die regionale wirtschaftliche Impulse setzen", sagt Schartz. Die SPD hatte zuvor angemahnt, dass bei der Planung des Großprojekts geltendes Recht umgesetzt werden solle.
Die Kreisverwaltung hat laut einer Pressemitteilung kein Gutachten zum Golfparkprojekt erstellt. Sie teile aber die Auffassung eines vom Investor in Auftrag gegebenen Gutachtens. Der Investor habe die Stellungnahme der SGD zum Anlass genommen, ein Gutachten mit Argumenten gegen ein neues Raumordnungsverfahren zu erstellen.
Das Projekt sei sowohl mit dem geltenden Flächennutzungsplan vereinbar als auch mit den Bestimmungen des Landesentwicklungsplans (LEP) IV, heißt es laut Kreisverwaltung darin. Es entspreche den Vorgaben der Raumordnung, zumal der Umfang der Wohnbebauung im Vergleich zu dem gescheiterten Vorgängerprojekt reduziert worden sei. Die geforderte touristische und wirtschaftliche Wertschöpfung für die Gemeinde und die Region bleibe laut dem Gutachten erhalten. cmk/red