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VG-Rat will Beurens Windkraftpläne retten

VG-Rat will Beurens Windkraftpläne retten

Das Gremium möchte eine neue Grenze im Naturpark beantragen - aber nur unter einer Bedingung.

Der Verbandsgemeinderat Hermeskeil wird die Beurener bei ihrem Windkraftproblem unterstützen. Das Gremium hat am Mittwochabend beschlossen, einen Antrag an das Landesumweltministerium auf den Weg zu bringen. Dabei geht es um eine Grenzänderung für die Kernzone Osburger Hochwald im Naturpark Saar-Hunsrück.
In solchen Kernzonen sind Windräder nach Landesvorgaben ausnahmslos tabu, weil dadurch der Schutzzweck - Erholung in der Stille - gestört werden könnte. Die Kernzone Osburger Hochwald reicht allerdings bis an die Autobahn 1. Nach Überzeugung des Beurener Gemeinderats und des VG-Rats ist dort wegen des Verkehrslärms Erholung in der Stille ohnehin nicht möglich (TV vom 21. Juni). Deshalb will die VG nun in Mainz beantragen, die Grenze zu verschieben - mit dem Ziel, geplante Flächen für drei Windräder bei Beuren doch noch im Flächennutzungsplan (FNP) ausweisen zu können.

Der Antrag soll jedoch erst abgeschickt werden, sobald ein von mehreren VG-Ratsmitgliedern gefordertes Dokument von der Kreisverwaltung Trier-Saarburg vorliegt. Darin soll die Behörde erklären, dass wegen des etwa ein Jahr dauern den Verfahrens zur Kernzonen-Änderung die Genehmigung des FNP ingesamt nicht verzögert werde. Bürgermeister Michael Hülpes (CDU) hatte zuvor berichtet, dass der Kreis ihm dies mündlich zugesichert habe. Der Rat bestand aber auf einer schriftlichen Bestätigung. Laut Hülpes könnte der FNP im Juli beschlossen werden. Zuvor müsse er noch einmal für 14 Tage der Öffentlichkeit vorgelegt werden. Dies solle Mitte Juli erfolgen. Die dabei gesammelten Einwände würden dann in derselben Sitzung beraten, in der "hoffentlich" auch der Plan endgültig beschlossen werde.

Weitere Beschlüsse: Der Rat hat den Auftrag für ein Hochwasserschutz-Projekt am Hermeskeiler Baugebiet Medumland vergeben. Für rund 174 000 Euro sollen dort ein Wall und eine Mulde angelegt werden, um das Wohngebiet künftig nach Starkregen vor Überschwemmungen zu schützen. Außerdem ging es um Mehrkosten bei der Hallenbad-Sanierung in Höhe von 65 000 Euro. Sie sollen durch Einsparungen in gleicher Höhe im Haushalt 2017 gedeckt werden.