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VG Saarburg-Kell will mehr Bambini am Schlauch

Kommunalpolitik : VG Saarburg-Kell will mehr Bambini am Schlauch

Kinder sollen auch in Kell am See und Schillingen an die Feuerwehr herangeführt werden. Die Verwaltung der Verbandsgemeinde setzt auf Digitalisierung.

Der Haupt- und Finanzausschuss der Verbandsgemeinde (VG) Saarburg-Kell hat sich unter anderem mit den Themen Feuerwehr und Digitalisierung der Verwaltung beschäftigt. Die freiwilligen Feuerwehren von Schillingen und Kell haben im April beziehungsweise im Januar beantragt, eine Bambini-Feuerwehr für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren zu gründen, um den Nachwuchs schon vor einem möglichen Eintritt in die Jugendwehren an die ehrenamtlichen Aufgaben heranzuführen.

Wie die Arbeit bei den in der VG schon bestehenden Bambini-Wehren in Saarburg und Freudenburg zeigt, ist das kein Feuerwehrkindergarten, sondern eine ernstzunehmende Aufgabe, der sich in Schillingen und Kell jeweils vier bis fünf Ausbilder und Betreuer widmen möchten. Natürlich geht es hier auch um Spiel und Spaß, aber auch um Jugendarbeit und Feuerwehrwissen. Unter diesen Voraussetzungen erteilt der vollbesetzte Ausschuss einstimmig die erforderliche Zustimmung, zumal die erforderlichen Mittel (einige Hundert Euro pro Wehr) für die Schulung, Versicherung und Ausrüstung schon im Haushalt 2020 eingestellt sind.

Die Feuerwehr Freudenberg freut sich überdies über ein neues Mittleres Löschfahrzeug, das das vorhandene aus dem Jahr 1993 ersetzen wird. Die Kosten von rund 256 000 Euro sind ebenfalls schon im Haushalt 2020 veranschlagt.

Ein weiteres Thema ist die Anschaffung eines Dokumentenmanagement-Systems zur Digitalisierung der Verwaltung, weg von Aktenordnern und Papier. Laut Beschlussvorlage ist das einerseits wichtig für eine zukunftsorientierte, effiziente Verwaltungsarbeit und zur Nutzung der Synergieeffekte im Zuge der Fusion der VG Saarburg und Kell, andererseits schreiben die E-Government-Gesetze von Bund und Ländern das vor.

Eine Arbeitsgruppe der Verwaltung hat sich intensiv mit dem Thema befasst und eine eindeutige Empfehlung für die Software der Firma regisafe ausgesprochen. Nach kurzer Diskussion, ob denn diese Ausgabe in Zeiten knapper Kassen nicht verschoben werden könne, entschließt sich der Ausschuss, knapp 100 000 Euro für das System (zuzüglich rund 1400 monatlich für die Software-Pflege) zu investieren.