Viel Bahnverkehr im Lummerland

Die historische Feldbahn fährt jeden Sonntag zwischen 14 und 17 Uhr durch die Felder des Hofgutes Serrig, aber nur einmal im Jahr durchs Lummerland. Denn eine Lok hört auf den Namen Emma. Sie wird von Jim Knopf und Lukas, dem Lokomotivführer, gesteuert.

Serrig. Vorsicht an der Bahnsteigkante heißt es einmal im Jahr auf dem Lummerland-Hauptbahnhof der historischen Feldbahn beim Hofgut Serrig. Die Figuren der Augsburger Puppenkiste, Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer, werden mit ihrer Emma, der fleißigen Dampfmaschine, wieder lebendig.
Wegen des nicht ganz idealen Wetters fanden sich nur 150 Fahrgäste zu diesem Abenteuer nach dem Kinderbuch des deutschen Schriftstellers Michael Ende ("Momo", "Die unendliche Geschichte") ein. Aber die konnten was erleben. Sogar einen Überfall gab es auf freier Strecke.
Erlös für Instandhaltung


Das Gründungsmitglied der Feldbahnfreunde, Hans-Jörg Opfermann, hat viel Fantasie: "Wir bekämpfen sogar den Drachen, Frau Mahlzahn." Die Lok Emma stammt in diesem Fall aus volkseigener DDR-Produktion, bekam einen schönen Schornstein aufgesetzt, und schon schnauft sie durch die Felder.
Mit dem Erlös aus dem Fahrgeld von drei Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder werden das rollende Material und die Schienen instand gehalten.
Für Hofgut-Geschäftsführer Michael Köbler ist die Schmalspurbahn ideal: "Es ist ein Publikumsmagnet, mit dessen Hilfe wir unsere Philosophie darstellen können." Die Bahntrasse führt direkt an den Stallungen vorbei, wo Zuchttiere artgerecht gehalten werden. doth