Viel Neues beim Volksfest

HERMESKEIL. Kanonendonner zum Auftakt, Böllerschüsse zum Abschluss – diese traditionellen Kennzeichen werden auch bei der 37. Auflage der Hermeskeiler Stadtwoche vom 7. bis 16. Juli nicht fehlen. Ansonsten dürfen sich die Besucher beim Programm und der Platzgestaltung des größten Volksfests im Hochwald aber auf einige Neuerungen gefasst machen.

"Neue Besen kehren gut" - ob sich dieses allseits bekannte Sprichwort auch bei der 37. Hermeskeiler Stadtwoche bewahrheitet, wird man zwar erst am Abend des 16. Juli beantworten können. Fakt ist jedoch: Der neu formierte, fünfköpfige Arbeitskreis der Stadt hat sich als Organisations-Team einige Überraschungen und Änderungen für das größte Volksfest im Hochwald einfallen lassen. "Wir sind zwar keine Reformatoren. Aber wir sind schon angetreten mit dem Ziel, die Stadtwoche attraktiver zu machen und ihr ein neues Gesicht zu geben. Denn die Stadtwoche hat in den letzten Jahren schon etwas gelitten", sagte Ulrich Schmitt bei der Vorstellung des Programms 2006 am Dienstag im Rathaus. Die Neuerungen betreffen vor allem zwei Punkte: Zum einen wird sich an der Gestaltung des Festplatzes einiges ändern. Was bei der Donatuskirmes bleibt, ist zwar der Standort "Neuer Markt" mit den Fahrgeschäften, dem Biergarten und einer Bühne, auf der tagsüber und abends Wettbewerbe, Shows und Konzerte laufen. Neu ist jedoch, dass auf dem benachbarten Platz vor dem Amtsgericht eine zweite Bühne und ein weiterer Biergarten aufgebaut wird. "Dieser Bereich ist allerdings ausschließlich für die Abendveranstaltungen gedacht", erläutert Schmitt. Denn es mache keinen Sinn, den Schaustellern, die die Stadtwoche mitfinanzieren, auch tagsüber ein Konkurrenzprogramm vor die Nase zu setzen, sagt das Stadtratsmitglied. Zwar hofft das Organisations-Team verständlicherweise auf gutes Wetter. Sollte dem jedoch nicht so sein, dann wurde auch an ein "Notfallkonzept" gedacht. "Wir werden dann am Amtsgericht ein Zelt aufbauen", so Schmitt.Mehrere Sponsoren machen die Veranstaltung möglich

Zwei Bühnen, das bedeutet gleichzeitig auch ein "doppeltes Programm", wie Andreas Noll vom städtischen Arbeitskreis betont. Der Etat für die Hermeskeiler Stadtwoche wurde daher beträchtlich aufgestockt und liegt bei der 37. Auflage bei rund 70 000 Euro. Möglich gemacht haben dies mehrere Sponsoren, eine Event-Agentur und die Schausteller. Für das Vorstandsmitglied des Hermeskeiler Gewerbeverbands (HGV) ist es eine wichtige Entscheidung, dass diese zusätzlichen Gelder zur Verfügung gestellt wurden. Denn: "Wenn wir die Stadtwoche voranbringen wollen, muss ins Programm investiert werden", sagt Noll. Er rechne jedenfalls damit, dass das ausgeweitete, attraktivere Angebot auch tatsächlich mehr Besucher als in der Vergangenheit zum größten Volksfest im Hochwald lockt. Zwar fehlt 2006 das einstige Zugpferd des "Tags der Garnison". Zumindest in "abgespeckter Form" beteiligt sich die Bundeswehr aber auch in diesem Jahr an der Stadtwoche. Sie wird am Donnerstag, 13. Juli, auf dem Festplatz einmal mehr den bekannten Erbseneintopf reichen. Darüber hinaus behalten auch andere vertraute und bewährte Merkmale der Stadtwoche ihren festen Platz im Programm. Das gilt beispielsweise für die Eröffnung mit Fassanstich und Böllerschüssen der Stadtsoldaten, den großen Krammarkt am Mittwoch, 12. Juli, oder den Seniorentag von Stadt und Verbandsgemeinde. Premiere haben jedoch unter anderem eine bayerische Olympiade oder die Wahl von "Mister und Miss Hermeskeil 2006". "Am 10. Juli werden wir außerdem eine alte Tradition wieder aufleben lassen", sagt Schmitt. Um den Montag wieder zum klassischen Stadtwoche-Besuchstag von Firmen und Veranstaltungen zu machen, sind dann nämlich ein bayerischer Frühschoppen und ein preisgünstiges Mittagessen geplant. Auch beim Konzertprogramm lautet die Devise in diesem Jahr "Klotzen statt Kleckern": Auf den beiden Bühnen werden mehrere regional bekannte Bands auftreten, darunter - als einer der Höhepunkte - die Leiendecker Bloas am 13. Juli. "So richtig krachen lassen" (Noll), will es das Organisations-Team jedoch am Schlusstag - und das gleich in zweifacher Hinsicht. Am Sonntag, 16. Juli, heizt zunächst "We Rock", die Original-Band des Queen-Musicals in Köln, dem Publikum ein, bevor das farbenprächtige Finale folgt, indem das traditionelle große Brillant-Feuerwerk die 37. Hermeskeiler Stadtwoche beschließt.