Viel Selbstgemachtes und "Ebbes aus em Dorf"

Reinsfeld · Besucher und Standbetreiber sind glücklich mit ihrem Reinsfelder Weihnachtsmarkt. An 15 Ständen präsentierten sich altbekannte wie neue oder wieder einmal vertretene Anbieter.

Den Weihnachtsmarkt im eigenen Dorf zu besuchen, ist für viele Reinsfelder ein Muss – aber eines, für das sie sich bereitwillig Zeit nehmen. TV-Foto: Ursula Schmieder

Foto: Ursula Schmieder (urs) ("TV-Upload Schmieder"

Reinsfeld. Stammbesucher bemerken gleich am Eingang, dass wieder einige "Neue" dabei sind beim Reinsfelder Weihnachtsmarkt. Gleich rechts gibt es Töpferwaren, links selbstgemachte Pralinen, Schokolade-Spezialitäten sowie Latte Macchiato- oder Lebkuchen-Brotaufstriche. Die süßen Sachen haben Eva-Maria Thasoom-Künzer aus Reinsfeld und Marion Bastian aus Merschbach extra für den Markt vorbereitet. "Einfach aus Spaß an der Freud", begründen die Schwestern, die bei den Preisen zwar die Materialkosten, aber nicht ihre Arbeitszeit einrechneten. Denn so sehr sie ihr Hobby auch lieben - verdienen könnten sie damit nichts.
Pfiffige Kinderkleidung


Mit Nicole Bender-Weicherding präsentiert eine weitere Reinsfelderin ihr Können. Sie näht pfiffige Kinderkleidung und viele andere nützliche Dinge.
Von leidenschaftlichen Menschen wie ihnen lebt der kleine, aber feine Reinsfelder Weihnachtsmarkt. Ob Schmuck, Gestricktes oder Geschenkartikel - fast alles in den Hütten am Pavillon an der Remigiuskirche wurde von Hand gefertigt. Ähnliches gilt für Essen und Getränke. Die Birkenhof-Würstchen sind ebenso "Ebbes aus em Dorf" wie die von Sängern des Quartettvereins Concordia Reinsfeld gebrutzelten Reibekuchen, vom Angelsportclub gebackene Waffeln, Kuchen und Plätzchen der Bäckerei Düren oder Kaffeezauber-Spezialitäten.
"Der Weihnachtsmarkt ist richtig toll", schwärmt Michaela Lieser: "Man trifft sich da mal wieder, es ist gemütlich und warm und jedes Jahr sind auch neue Stände dabei." Sie schauten immer dort vorbei - und das schon von Anfang an, pflichtet Mario Philipps bei. Die Stände örtlicher Anbieter, darunter auch der des Fördervereins der Kindertagesstätten Reinsfeld, sind ebenso gefragt wie die von Auswärtigen wie Daniela Moser. Die Hinzenburgerin bietet selbstgemachten Schmuck an: "Die Leute kaufen auch, überwiegend Weihnachtsgeschenke."
Vom Umsatz her funktioniere das eigentlich immer sehr gut, bestätigte Paul Port. Das Ratsmitglied organisiert mit Herbert Eiden, Vorsitzender des Quartettvereins, seit Jahren den von der Gemeinde ausgerichteten Weihnachtsmarkt. Ebenfalls typisch sei, dass sich die Betreiber der auch dieses Mal wieder etwa 15 Stände immer mal abwechselten.
Umrahmt wird der Markt, zu dem auch der Nikolaus vorbeischaut, vom Gemischten Chor, der zum offenen Singen einlädt, und dem Musikverein. Außerdem locken eine Tombola der Martinus-Schule sowie das von Kindern geliebte Mini-Karussell mit seinen vier Pferdchen. urs