Viele Hochbehälter müssen saniert werden

Saarburg · Dem Thema Trinkwasserversorgung in der Verbandsgemeinde Saarburg haben sich die Mitglieder des Werksausschusses des Verbandsgemeinderates Saarburg bei einer Besichtigungstour entsprechender Anlagen in Kammerforst, Trassem, Kollesleuken sowie Kastel-Staadt.

Mitglieder des Werksausschusses sowie Verbandsgemeindewerkeleiter Franz Petri inspizieren die neue Technik beim Hochbehälter in Kastel-Staadt (von links): Jürgen Beiler, Hans-Theo Loch, Franz Petri, Raimund Boquoi. Foto: Pressestelle VG Saarburg

Saarburg. Franz Petri, Leiter der Verbandsgemeindewerke, und Wassermeister Matthias Engler haben bei der Besichtigungstour des Saarburger Werksausschusses jeweils an Ort und Stelle das Leistungsspektrum und den Zustand der Anlagen erläutert. So stamme der Hochbehälter Kammerforst aus den 50er Jahren und sei mittlerweile sanierungsbedürftig. "Wir kommen jetzt in eine Phase, in der wir in die Trinkwasseraufbereitung investieren müssen, wenn wir Qualität und Quantität auf Dauer halten wollen. Andernfalls geraten wir in einen Investitionsstau", sagte Bürgermeister Jürgen Dixius.
Die Sanierung des Hochbehälters im Kammerforst beinhaltet im Wesentlichen das Anbringen einer mineralischen Beschichtung der Wasserkammern, das Entkernen des Vorraums, das Anlegen neuer Zugänge, eine komplett neue Verrohrung, ein LED-Lampensystem für die Hochbehälter und das Installieren einer Wendeltreppe. Die Anlage mit ihrem Vier-Kammer-Behälter spielt eine zentrale Rolle für die Trinkwasserversorgung in der VG. Rund 280 000 Kubikmeter Wasser werden jedes Jahr von hier aus an die Haushalte in Beurig, große Teile von Saarburg, Serrig und Irsch verkauft. Das Wasser wird vom Brunnen in Kollesleuken aus durch Trassem unter der Saar hindurch bis in den Kammerforst gepumpt.
Beim Sammelbehälter in Trassem ist ebenfalls eine Sanierung notwendig. Eine Voruntersuchung soll Aufschluss über Aufwand und Kosten bringen. Den Hochbehälter in Kollesleuken stellten Petri und Engler den Ausschuss-Mitgliedern als zentrale Anlage der Wasserversorgung vor. Mit bis zu 750 000 Kubikmetern könne von hier aus etwa die Hälfte des jährlichen Wasserbedarfs innerhalb der Verbandsgemeinde gedeckt werden. 19 bis 25 Meter tief sitzen die Quellen und Brunnen der Anlage. Der Hochbehälter müsse "in ein paar Jahren" saniert werden.
Ein Vorzeigeprojekt der Verbandsgemeindewerke besichtigte die Gruppe mit dem Hochbehälter samt Wasseraufbereitungsanlage im Wald von Kastel-Staadt. 350 000 Euro haben die VG-Werke in die Komplett-Sanierung investiert. Die auf modernsten Standard gebrachte Anlage ist Ende September in Betrieb genommen worden. red