Viele stolze Unterstützer bei Übergabe des Kita-Preises an das Familiennetzwerk Hafen in Hermeskeil

Feierstunde im Johanneshaus : Viele stolze Unterstützer bei Übergabe des Kita-Preises in Hermeskeil

Das Hochwälder Familiennetzwerk Hafen hat im Mai in Berlin einen Deutschen Kita-Preis gewonnen. Jetzt wurde die Trophäe in Hermeskeil überreicht.

Die begehrte Trophäe Deutscher Kita-Preis 2019 gab es zwar schon bei der feierlichen Siegerehrung in Berlin (der TV berichtete). Doch an dem Erfolg des Hochwälder Familiennetzwerks Hafen, das Platz zwei in der Kategorie „Lokale Bündnisse für frühe Bildung“ erreichte, sollen möglichst viele Nutzer und Unterstützer vor Ort teilhaben. Deshalb lud die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), neben dem Bundesfamilienministerium Ausrichter des Preises, zu einer regionalen Preisübergabe ins Hermeskeiler Johanneshaus ein.

Dort berichtete Hafen-Koordinatorin Karen Alt, dass über die Verwendung der 10 000 Euro Preisgeld noch in großer Runde mit den Partnern des Netzwerks entschieden werde. Sie gehe aber davon aus, dass das Geld möglichst in „übergreifende Aktionen“ fließe. Denn es seien schließlich Angebote wie das vor kurzem organisierte Kunstprojekt mit Kitas und Grundschulen, von denen viele Nutzer des Netzwerks profitierten.

Der intensive Austausch und die Beteiligung aller zeichneten die Hochwälder Initiative aus, hob Melissa Heine von der DKJS hervor. Hafen organisiert seit 2013 unterschiedlichste Angebote für Familien in Hermeskeil – unabhängig von deren Konfession, Kultur und Lebensverhältnissen. Es gibt Beratungsangebote ebenso wie gemeinsame Freizeitaktivitäten.

Jutta Roth-Laudor, Beigeordnete des Kreises Trier-Saarburg, überreichte Plakette und Urkunde zum Kita-Preis. Zusätzlich erhalten alle Kinder im Netzwerk Medaillen. Die ersten von 750 Stück nahmen vier Kinder stellvertretend für die bei Hafen engagierten Kindertagesstätten entgegen (siehe Info). Überreicht wurden sie von Hartmut Heck, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hermeskeil und Vertretern der KiTa gGmbH,  Gesamtleiter Bernhard Klein und Geschäftsführerin Cordula Scheich. Scheich betonte, sie seien stolz auf die Auszeichnung eines für sie eigentlich selbstverständlichen Engagements, das Menschen und deren Probleme ernst nehme.

Die Kita-Leiterinnen, die das mehrstufige Auswahlverfahren auf dem Weg ins Finale begleitet haben, lobten das Netzwerk. Der Mehrwert besteht laut Nadine Hoff (Rosa Flesch) insbesondere darin, dass die Familien einbezogen würden, und man Ressourcen gut nutze. Katja Ludes, Kita Adolf Kolping, sagt, man könne dank vieler kompetenter Partner bessere Bedingungen für Kinder und Familien in und um Hermeskeil schaffen. Der Bedarf in der Kita Beuren, die Kinder aus mehreren Dörfern betreut, ist laut Andrea Paulus zwar ein etwas anderer als in der Stadt. Doch auch sie würden im Netzwerk gehört. Sonja Brückner sagt, sie erlebe in der Kita Villa Kunterbunt eine „ganz tolle Zusammenarbeit“. Der Austausch erleichtere es Eltern, von Hilfsangeboten zu erfahren und sich zu vernetzen. Diakon Andreas Webel begrüßt, dass die Initiative Menschen Gutes tue und er vielen begegne, die er im Gottesdienst vielleicht nie treffen würde.

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