Viele umgestürzte Bäume

"Friedjof" hat am Sonntagabend auch im Hochwald Straßenmeisterei, Polizei und Feuerwehren auf Trab gehalten. Auf mehreren Straßen blockierten umgestürzte Bäume kurzzeitig den Verkehr, in Damflos und Neuhütten standen Straßen und Keller unter Wasser. Es blieb aber bei diesen kleineren Schäden und Behinderungen. Unfälle oder Verletzte forderte das Sturmtief in der Region nicht.

Hermeskeil. Umgestürzte Bäume und herumliegende Äste auf mehreren Straßen, voll gelaufene Keller und überflutete Straßen in Damflos und Neuhütten - so lautet im Hochwald die Bilanz nach dem Sturm "Friedjof", der am Sonntagabend gepaart mit schweren Regenfällen über Südwestdeutschland gefegt ist. Zwischen 18 und 22 Uhr waren die Männer der Straßenmeisterei (SM) Hermeskeil und ihre Kollegen aus Thalfang im Dauereinsatz. Sie mussten unter anderem einen vom Wind gefällten Baum aus dem Weg räumen, der die Hunsrückhöhenstraße (B 407) am Hirschfelderhof blockierte. Aus dem gleichen Grund waren sie auch auf der Landesstraße (L) 151 zwischen Hermeskeil und Nonnweiler, der L 146 zwischen Holzerath und dem Rösterkopf, der Kreisstraße (K) 39 bei Greimerath, der K 76 zwischen Kell und Grimburg und am Forsthaus Sternfeld (K 97/K 98) bei Geisfeld im Einsatz. Auf der B 52 behinderte im Bereich "Hohe Wurzel" ein Baum, der auf einer Fahrbahnseite lag, den Verkehr. "Land unter" in Damflos und Neuhütten

Im Hunsrück meldete die Polizei Morbach quer liegende Bäume lediglich auf der K 100 zwischen der Bundesstraße 269 und dem Ort Hoxel. Das allerdings gleich zweimal: am Sonntagabend gegen 20 Uhr und am Montagmorgen gegen 6 Uhr. Ein übergelaufenes Regenrückhaltebecken setzte in Neuhütten gegen 21 Uhr die Dolbergstraße unter Wasser. In einem Haus lief dort der Keller voll, den die Feuerwehr auspumpen musste. In Damflos ergossen sich Wassermassen und Geröll über die Landesstraße 166. Sie musste von der Straßenmeisterei Thalfang kurzzeitig gesperrt und gereinigt werden. In der Waldstraße von Damflos hieß es ebenfalls im Keller eines Hauses "Land unter", was einen weiteren Feuerwehreinsatz erforderte. Insgesamt ist die Hochwaldregion in Sachen Sturm aber glimpflich davongekommen. Gravierende Vorkommnisse oder gar Unfälle mit Verletzten gab es nicht. Anders als beispielsweise in einigen Orten in der Verbandsgemeinde Trier-Land fiel im Hochwald auch nirgends der Strom aus.Aus Sicht des Forstes lassen sich die Auswirkungen von "Friedjof" in keiner Weise mit der Spur der Verwüstung vergleichen, die Anfang des Jahres der Orkan "Kyrill" hinterlassen hatte. "Es sind zwar ein paar Bäume umgefallen. Schlimm sind die Schäden im Wald aber nicht", sagte Bernhard Buss, Leiter des Forstamts Hochwald in Hermeskeil. Eine ähnliche Einschätzung der Lage traf am Montag auch Hans-Jürgen Wagner vom Forstamt Dhronecken.

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