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Viele zukunftsorientierte Projekte stehen in der Stadt Saarburg an. Dafür hat der Bauausschuss die Weichen gestellt.

Kommunalpolitik : Der Bahnhof soll ein Wohlfühlort werden

Viele zukunftsorientierte Projekte stehen in der Stadt Saarburg an. Dafür hat der Bauausschuss die Weichen gestellt.

Eine umfangreiche Tagesordnung hat sich der Bauausschuss der Stadt Saarburg vorgenommen, deshalb mahnte Bürgermeister Jürgen Dixius zur Eile.

Ein wesentliches Projekt ist die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes mit der barrierefreien Unterführung. „Barrierefrei vom Warsberg bis zum Kammerforst“ lautet das Motto der Stadtspitze und der Bahnhof liegt hier mittendrin. Das ausführende Architekturbüro Stadt Land Bahn hat gute Referenzen bei ähnlichen Projekten und informiert den Ausschuss.

Hier soll es keine Rampen geben, es sind eher leicht geneigte Wege, die in Grünanlagen eingebettet sind. Terrassenförmig führt die Anlage mit drei Ebenen von der Güterstraße über die Gleise bis hoch zur Bahnhofstraße. Zunächst wird die (höhergelegene) Ostseite in Angriff genommen, dann wird die Westseite umgestaltet.

Natursteinoptik dominiert, Wandleuchten und Leuchtmasten sorgen für Licht und ein erhöhtes Sicherheitsgefühl. Die Bodensteine sollen einen Oberflächenschutz gegen Kaugummi- und Getränkeflecken bekommen. Die Parteien sind sich in ihrer Zustimmung zu der Planung einig, eine Maßnahme, die die Stadt noch einige Jahre beschäftigen wird.

Außerdem geht es um die „Gärten von Saarburg“, das ehrgeizige Millionenprojekt einer parkähnlichen Landschaftsausstellung inmitten des Neubaugebietes im Quartier de Lattre an der Irscher Straße. Hier zeigt der Experte, Dipl. Ing. Oliver Knebel, noch einmal den Vor-Entwurf, der relativ detailarm gehalten ist, um vor einer endgültigen Genehmigung durch die zuständigen Behörden flexibel zu bleiben.

Der Plan wird jetzt für die Behörden und die Öffentlichkeit offengelegt, dann folgen die Umwelt-Prüfungen nach den FFH (Fauna-Flora-Habitat)-Richtlinien. Naturschutz, Verkehrsuntersuchung und Lärmgutachten stehen an. Auch der Artenschutz wird berücksichtigt, es geht um Vögel, Fledermäuse, Mauereidechsen, Tagfalter und – hier staunt nicht nur der Bürgermeister – auch Heuschrecken.

Barrierefrei am Warsberg bedeutet dann auch einen befestigten Wanderweg parallel zur Straße zwischen Ferienpark und Bergstation, der Aufzug dort ist schon in Betrieb genommen worden, die Überquerung dazu fertiggestellt. Es geht laut Dixius nicht nur um Rollstuhlfahrer, sondern auch um Rollatoren, die schweren E-Bikes und Kinderwagen. Im Haushalt der Stadt sind für die Gesamtmaßnahme 232 000 Euro eingestellt, 85 Prozent der Summe werden aus einem europäischen Fördertopf bestritten. Daraus wurde ein weiterer Auftrag in Höhe von 97 000 Euro für die Zuwegung zum Parkplatz nun vergeben.

Der letzte größere Sanierungsabschnitt der Burganlage mit Burgfried soll ebenfalls beauftragt werden; der Bauausschuss erarbeitet in der Regel nur Vorschläge für die Verabschiedung im Stadtrat. Insgesamt 185 000 Euro für Maurerarbeiten und Gerüst werden im Rahmen des geplanten Budgets ausgegeben.