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Vier Gemeinden im Saartal haben brachliegende Rebflächen im Fokus

Vier Gemeinden im Saartal haben brachliegende Rebflächen im Fokus

Vier Gemeinden im Saartal setzen auf Weinberge anstelle von Drieschen. Sie fordern das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Mosel auf, zu prüfen, ob ein Flurbereinigungsverfahren in den Lagen Irscher Sonnenberg und Saarburger Klosterberg möglich ist.

Einige Wingerte in den Lagen Irscher Sonnenberg und Saarburger Klosterberg wurden aufgegeben. Die Weinberge sind verfallen, nur noch morsche Holzpfähle und rostige Drähte erinnern daran, dass hier mal Reben kultiviert wurden. Auf den Flächen machen sich Brombeersträucher und Birken breit. Drieschen sind Flächen, auf denen sich das Schwarzwild und etwa die Reblaus sehr wohl fühlen.
Im Gegensatz zur Lage Ockfener Bockstein zählen der Saarburger Klosterberg und der Irscher Sonnenberg nicht zu den Toplagen an der Saar. Sie sind über weite Bereiche verbuscht und in der Hand von vielen Eigentümern.

Untersuchung geplant

Geht es nach den Bürgermeistern in Saarburg, Irsch, Ockfen und Schoden, soll sich das ändern. Sie haben vereinbart, dass das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) mit einer "praxisbezogenen Untersuchung" beauftragt wird.
Denn bevor ein Flurbereinigungsverfahren eingeleitet werden könne, müsse zunächst mit Eigentümern und Pächtern geklärt werden, ob sie sich an dem Verfahren später auch beteiligen würden.

Thema in den Räten

Die Anträge, mit den Voruntersuchungen zu beginnen, liegen inzwischen allen vier am Verfahren beteiligten Räten vor.
Das DLR Mosel würde - sofern alle Gremien zustimmen - mit den Untersuchungen voraussichtlich 2017 starten.
Als erstes befasst sich heute, Donnerstag, 17.30 Uhr, der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Saarburg mit dem Thema. Das Ziel der Initiative ist, die brachliegenden Flächen wieder mit Reben zu bestocken.
Damit die Rekultivierung sich auch für die Winzer und Landwirte rechnet, sollen laut Verwaltungsvorlage "nach möglichst modernen Gesichtspunkten Flächeneinheiten" zusammengefasst werden.
Neben diesem wirtschaftlichen Faktor sollen auch touristische Interessen bei der Rekultivierung der Weinberge berücksichtigt werden.
Der Grund - laut Verwaltung: "Die Weinberge an der Saar prägen die Kulturlandschaft wesentlich."