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Vom Dorffest zur internationalen Party: Picadilly in Stadtbredimus lockt mit großer Feuer-Show zum runden Geburtstag

Vom Dorffest zur internationalen Party: Picadilly in Stadtbredimus lockt mit großer Feuer-Show zum runden Geburtstag

5000 Besucher feierten das 60. Stadtbredimuser Weinfest, besser bekannt als Picadilly. Seit dem Entstehen des heute national und teilweise auch international bekannten Festes hat sich viel verändert.

Stadtbredimus. Die lokalen Winzer haben das anfangs übersichtliche Weinfest in Stadtbredimus zur Förderung der lokalen Weinkultur ins Leben gerufen. Nach zehn Jahren war dort jedoch die Luft raus. 1967 wurde der Syndicat d'Initiative Stadtbredimus gegründet, der die Organisation des kleinen Dorffestes bald darauf übernahm.
1981, zum 25. Geburtstag des Weinfests, lockte der Auftritt der deutschen Sängerin Precious Wilson erstmals Tausende von Besuchern an.

Das war der Wendepunkt: Der Schritt vom kleinen Dorffest zum internationalen Weinfest war getan. In den 90er Jahren entwickelte sich der Picadilly immer weiter, wurde auf zwei Tage in der Woche ausgeweitet und lockt seither von Jahr zu Jahr mehr Besucher an.

Auch das Kultgetränk Picadilly, nach dem das Weinfest mittlerweile benannt wird, war nicht von Anfang an dabei. Seit den 70er Jahren gibt es das süße, prickelnde Weingetränk, von dem in diesem Jahr 14 000 Flaschen produziert wurden.

Organisiert wurde das Fest auch in diesem Jahr wieder vom Syndicat d'Initiative Stadtbredimus. Geholfen haben die lokalen Vereine wie der Basketballverein, der Fischerverein, der Chor, der Club des Jeunes, der Badmintonverein und die Feuerwehr. Insgesamt brauchen 150 bis 180 Helfer eine Woche, um alles auf- und wieder abzubauen.
Das Geburtstags-Spezial des Picadilly war die große Feuer-Show, die am Freitag und am Samstagabend die Besucher begeisterte. Auch der ursprünglich in den 70ern entstandene Picadilly-Song wurde zum Geburtstag von Alain Ginter und der Picadilly-Crew neu aufgenommen. Er klingt jetzt moderner und poppiger. Die Escher Stadtmusik war am Sonntag bereits zum 55. Mal dabei und wurde dementsprechend geehrt. Auch auf deutscher Seite konnte mitgefeiert werden. Für die Orte Palzem, Wincheringen, Nittel und Wellen war ein Bus-Shuttle eingerichtet.Gebrochene Nase und Jointraucher

 Auch das bietet Picadilly: schwungvolle Musik.
Auch das bietet Picadilly: schwungvolle Musik. Foto: faussems (h_ko )


Der Präsident des Syndicat d'Initiative, Nico Vesque, ist seit 40 Jahren an der Organisation des Weinfests beteiligt. Er sagte: "Es sind vor allem die sozialen Preise, der freie Eintritt und die Einmaligkeit unseres Picadilly-Getränks, die den Erfolg des Weinfests ausmachen. Wir sind das einzige Weinfest an der luxemburgischen Mosel, das einen solchen Erfolg hat. Das liegt nicht zuletzt daran, dass wir uns den Bedürfnissen der jungen Leute anpassen." Vesques Fazit lautete: "Wir hatten in diesem Jahr mehr Glück mit dem Wetter als im letzten. Unsere Hoffnungen wurden erfüllt."
Das Luxemburger Tageblatt meldete mehrere Zwischenfälle auf dem Fest. So endete eine Schlägerei mit einer gebrochenen Nase. In einem Bus ließen zwei Besucher des Weinfestes ebenfalls die Fäuste fliegen. Die Polizei meldet auch dort einen Verletzten. Daneben erwischten die Beamten mehrere Jointraucher.