Von der Grundschule bis zum Europa-Eck

Von der Grundschule bis zum Europa-Eck

Grundschule, Europa-Eck, Bebauungspläne, Bepflanzungen und Dorfwettbewerb: Die jüngste Sitzung des Ortsbeirats Konz-Könen war thematisch abwechslungsreich.

Konz-Könen. Die niedrige Zahl der diesjährigen Anmeldungen in der Grundschule Konz-Könen macht der ortsansässigen Freien Wählergemeinschaft (FWG) offenbar Sorgen. Auf ihren Antrag hin wurde das Thema in der jüngsten Ortsbeiratssitzung angesprochen. Bürgermeister Karl-Heinz Frieden hat Entwarnung gegeben: Die Zahlen geben keinen Anlass zu Befürchtungen, die Schule könnte womöglich geschlossen werden. Er habe die tatsächlichen Anmeldezahlen eingeholt und mit denen verglichen, die rein rechnerisch auf die Schule zukommen könnten. "Es sind drei Kinder weniger angemeldet, als für den Schulbezirk eingeplant sind", sagte Frieden. Auf TV-Anfrage nennt er die konkreten Zahlen: Am Jahresende 2008 waren neun Kinder als Schulanfänger gemeldet, zwölf sollten es sein. Die weitere Entwicklung, die von der Verwaltung aufgezeichnet wurde, sieht in den nächsten Jahren bis 2014 eine Tendenz der Schülerzahlen bis knapp unter 20 voraus. Bürgermeister Frieden geht daher davon aus, dass die anstehende kleine Gruppe der Erstklässler eine eigene Klasse bilden wird.

Auch die Benennung der Saarspitz als "Europa-Eck" war Thema im Ortsbeirat (der TV berichtete). Ortsvorsteher Peter Wincheringer hatte eine historische Karte mitgebracht aus Zeiten, in denen die Saarspitz noch ihren Namen wortwörtlich verdiente. Heutzutage ist nur noch das "Hinterland" zu erkennen. "Bei der Kanalisierung der Mosel und Saar ist von der Saarspitz kaum mehr etwas übriggeblieben", erläuterte Wincheringer, der im Anschluss dafür plädierte, sich der Benennung dieses Platzes als "Europa-Eck" nicht zu verschließen: "Wenn es der Touristik und Wirtschaftsförderung dient, sollten wir den Vorschlag annehmen." Auch CDU-Sprecher Mario Maxmini findet es "gut, wenn wir dem Kind einen Namen geben". "Wir sollten einen Namen suchen, der dazu passt", entgegnete SPD-Fraktionsvorsitzender Berthold Baumann. "Europa-Eck" sei "zu hochtrabend" und werde von den Leuten nicht angenommen. Es sei aber ein eingängiger Name, meinte Norbert Reinert (FWG). Er gab allerdings zu bedenken, dass es allein mit einem neuen Namen nicht getan sei. Auch begleitende Veranstaltungen müssten den Platz aufwerten. Bürgermeister Frieden stellte zuletzt nochmal klar: "Der Vorschlag zielt nicht darauf ab, der Bevölkerung den Namen ,Saarspitz' abspenstig zu machen." Vielmehr gehe es hier um die Außenwirkung des Namens. Gegen zwei Stimmen hat sich der Ortsbeirat für die Benennung ausgesprochen. Nun muss der Stadtrat über den Vorschlag abstimmen.

EXTRA Rat in Kürze: Der Ortsbeirat hat beschlossen, in diesem Jahr am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" nicht teilzunehmen. Der Bereich "Ladsberg" soll in den Bebauungsplan "Pferdsgarten" aufgenommen werden. Um Eingriffe im Baugebiet vornehmen zu können, sind dort Maßnahmen erforderlich. Daher wurde für den Ladsberg nun auch eine Veränderungssperre beschlossen und eine Vorkaufsrechtssatzung erlassen. Es folgt demnächst eine Anliegerinformation. Eine Verfahrensänderung wurde im Zusammenhang mit dem Bebauungsplan "Saarmündung Teilplan 1" vorgenommen. Die Aufstellung erfolgt nunmehr im vereinfachten Verfahren. Die Bäume an der Bushaltestelle in der Saarburger Straße werden habitusgerecht zurückgeschnitten. Ein komplettes Entfernen der Bäume würde dem geltenden Bebauungsplan widersprechen. (api)