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Von der "Ju" zum "Café Concorde"

Von der "Ju" zum "Café Concorde"

HERMESKEIL. (urs) Zum Endspurt noch einmal hoch hinaus: 35 TV-Leser nutzen die Ferienspaß-Visite in der Hermeskeiler "Flugausstellung".

Warum denn in die Ferne schweifen? Wer sie liebt, die Kisten aus den Anfängen der Luftfahrttechnik, hat sie im Hunsrück direkt vor der Tür, und zwar in Hermeskeil. Für einige der rund 30 Teilnehmer des TV-Ferienspaßes ist das eine Überraschung. "Das find ich toll, sowas", ist Klaus Nosbüsch schon vom Äußeren der "Flugausstellung Hermeskeil" beeindruckt. Für ihn, Ehefrau Christine und Sohn Florian ist dies der erste Besuch. Leider aber auch der erste Ausflug mit dem Ferienspaß, wie die Familie aus Schleid bedauert: "Wir haben zu spät dran gedacht." Dem Trierer Klaus Stieglmeier kommt einiges bekannt vor: "Ich kenne das von früher her, als das aufgebaut wurde." Das sei "eine schöne Sache", lobt er den Aufwand, "um den Besuchern das näher zu bringen." Die Töchter Kathrin und Barbara schauen staunend ins Cockpit eines Kampfjets. Noch neugieriger sind Marvin und Louis, die Söhne von Nicole Dillenburg aus Rodt. Ihre Jungs seien sowieso begeistert von Flugzeugen. Daher sei sie auch mit zum "Hahn" gewesen: "Ich find's gut, dass es den Ferienspaß gibt." Auch die Enkel von Lotte und Siegfried Hettinger aus Orenhofen sind in ihrem Element. Mehr als Tobias ist Maurice (10) fasziniert, "dass die alten Maschinen so gut fliegen können." Vor drei Jahrzehnten seien sie hier mit ihren Kindern gewesen, erzählt Lotte, die bei TV-Verlosungen oft Glück hat. Die Ältesten in der Gruppe sind die Morbacher Hermann Catrein und Josef Schmitt, beide fast Stammgäste: "Es kommt ja immer was neues hinzu", wissen sie. Inzwischen präsentiert die Ausstellung auf einer Fläche von 75 000 Quadratmetern in drei Hallen und auf einer großen Freifläche mehr als 100 Flugzeuge. Darunter Schätzchen wie die "Ju 52" oder den Eindecker von Louis Blériot, der 1909 als erster den Ärmelkanal überflog. Doch das Privat-Unternehmen, das der Vater von Inhaber Peter Junior vor 32 Jahren begründete, beschränkt sich nicht auf Historisches. Das zeigen schon die weithin sichtbare Rakete, das "Café Concorde" oder die internationalen Linienflugzeuge genauso wie die militärischen Maschinen, die nur Teil eines Ganzen sind, wie Junior betont. "Diese Düsenjäger sind zwar Waffen, aber die Ideologie des Museums ist, die Technik zu präsentieren", erläutert er Besuchern. Die Ausstellung, die von Jahr zu Jahr wächst, ist vom 1. April bis 1. November täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt: Erwachsene sechs Euro, Kinder (von 4 bis 14 Jahre) vier Euro. Infos unter Telefon 06503/7693. Der TV-Ferienspaß ist auch im Internet unter der Adresse www.intrinet.de/special/ferienspass zu finden.