Von der Mosel an den Rhein

Die Gesamtstrecke des Saar-Hunsrück-Steigs könnte auf eine Länge von 300 Kilometern wachsen. Voraussetzung dafür ist, dass die Etappen Perl/Orscholz und Idar-Oberstein/St. Goar neu hinzukommen.

Merzig/Trier. Der Saar-Hunsrück-Steig, der auf 180 Kilometern Wanderstrecke die Saarschleife mit Idar-Oberstein verbindet, könnte deutlich ausgebaut werden. Es gibt Pläne, den Fernwanderweg auf saarländischer und auf rheinland-pfälzischer Seite zu verlängern, erläuterten Achim Laub vom Projektbüro des Saar-Hunsrück-Steiges in Losheim und Peter Klein, Geschäftsführer der Dreiländereck-Touristik GmbH im Landkreis Merzig-Wadern.

Im Saarland ist dabei an eine Etappe vom bisherigen Start-/Zielpunkt am Aussichtspunkt Cloef über der Saarschleife bis nach Perl gedacht. Laut Klein kann der Weg künftig in Perl beginnen, werde dann zunächst über die Mosel hinweg ins luxemburgische Schengen und von dort in den französischen Nachbarort Contz-les-Bains führen. Von dort aus könnte die Route wieder auf die andere Moselseite nach Sierck-les-Bains führen und dann immer an der deutsch-lothringischen "grünen Grenze" entlang. Dabei könnte der Weg des Wanderers auch das rekonstruierte Schloss Malbrouck beim Ort Manderen passieren. Von dort aus würde die Wanderstrecke in Richtung Eft/Hellendorf wieder auf deutsches Terrain führen und dann möglichst an der Römischen Villa Borg vorbei in Richtung Orscholz/Cloef verlaufen. Klein sagte, die Ausbaupläne seien in den entsprechenden Gremien in der Obermosel-Gemeinde auf positive Resonanz gestoßen. Auch der Perler Bürgermeister Bruno Schmitt mache sich für die neue Etappe stark.

Allerdings müssen zuvor die Bürgermeister der bislang am Saar-Hunsrück-Steig beteiligten 13 Kommunen im Saarland und in Rheinland-Pfalz dem Ausbau des Fernwanderweges zustimmen. Dies soll auf einer Versammlung der Projektbeteiligten Mitte März geschehen, erklärte Laub. Wenn von dieser Seite das Okay komme und auch die Gemeinde Perl die neue Etappe befürworte, könnten die Planungen für die neue Etappe beginnen.

"Wir sind mit unseren Partnern in Frankreich dabei, Förderanträge an die EU für solche grenzüberschreitenden Wanderwege einzureichen", sagte Klein. Der Saar-Hunsrück-Steig wäre mit dieser neuen Etappe mitten durchs Dreiländereck der erste Premium-Fernwanderweg in Deutschland, der über Ländergrenzen hinweg führt. Bis die neue Wegstrecke fertig ist, dürfte es aber bis zum Frühjahr 2010 dauern, schätzte Laub: "Es muss zunächst einmal die genaue Trassenführung festgelegt werden, damit auch diese Etappe den hohen Qualitätsmaßstäben des Saar-Hunsrück-Steiges entspricht." Danach seien Gespräche mit betroffenen Grundstückseigentümern zu führen, unter anderem in der Gemeinde Perl.