Von Donovan bis Lusthansa

Seit 30 Jahren präsentiert der Ducsaal Livemusik so hautnah und authentisch wie kaum ein anderer Club in Deutschland. Musiker und Publikum sind immer noch hingerissen von der einzigartigen Atmosphäre.

Freudenburg. Donovan, Men at Work, Pur, Richie Havens oder Canned Heat. Nur ein kleiner Ausschnitt der großen Namen. Hunderte Bands aus Rock, Jazz, Folk, Soul und Blues haben im Ducsaal bereits legendäre Auftritte hingelegt, viele Bands sprechen von ihrem "Lieblingsclub", wenn sie herkommen. Der Ducsaal hat sich mittlerweile weit über die Grenzen Deutschlands einen Namen gemacht, über 100 Kilometer Umkreis umfasst das Einzugsgebiet.
Doch kein Anfang ist leicht: "Die Startphase war mehr als schwer", erinnert sich Manfred Weber, Eigentümer des Clubs, "Wir wollten eine gewisse Qualität der Musik sicherstellen, aber wenn du als Club noch unbekannt bist, geht das nur, wenn du den Bands viel Geld bezahlst. Das hat uns am Anfang finanziell ganz schön zu schaffen gemacht."
Mittlerweile bieten die Bands an, ohne Gage zu spielen - nur um einmal die Atmosphäre des Ducsaals spüren zu dürfen. "Die Verbindung zwischen Publikum und Band ist hier einfach faszinierend", sagt Weber.
Im Ducsaal gibt es keine Absperrungen zur Bühne so wie in großen Hallen. "Die Konzerte sind so persönlicher und einfach jedes Mal etwas ganz Besonderes", sagt er. An ein Konzert erinnert Manfred Weber sich noch besonders gut. "Lusthansa", eine 1982 in Trier gegründete Neue- Deutsche-Welle-Band, hat sonntags einmal ein Kinderkonzert gegeben. "Es gab keinen Platz - weder neben, noch auf der Bühne, auf der keine Kinder saßen", erzählt er lachend.
Musikalisch hat sich seit dem ersten Konzert vor 30 Jahren kaum etwas verändert. "Das einzig Neue ist, dass mittlerweile auch Tribute-Bands bei uns spielen dürfen", erzählt Weber. Er war lange dafür, dass Bands nur ihre eigene Musik vorstellen sollten, doch mit der Zeit hat er Gefallen an den Cover-Bands gefunden - und das Publikum liebt die Abende, wenn Randy Hansen mit "Voodoo Chile" Jimi Hendrix wieder auferstehen lässt oder "The Queenkings" die größten Queen-Hits präsentieren.
Dass der Ducsaal sich sozusagen "auf dem Land" einen Namen gemacht hat, ist für Weber etwas ganz Besonderes: "Hier gibt es keine öffentlichen Verkehrsmittel wie in der Stadt, wo man sich abends spontan überlegt, in welchen Club man geht. Die Leute kommen hier nur wegen uns von weither angereist." Bernd Gödert, Ortsbürgermeister von Freudenburg, kennt den Eigentümer seit seiner Schulzeit. Auch die Musik, die im Ducsaal gemacht wird, liegt ihm sehr am Herzen. "Vor allem für uns als Ort ist der Ducsaal etwas ganz Besonderes, weil er Freudenburg überregional bekanntmacht und das seit nun schon 30 Jahren", sagt er.
Um dieses Jubiläum angemessen zu feiern, gibt es am Freitag, 28. September, ein kostenloses Konzert der Bands "Crossroads" und "Triple B", die handgemachten Blues präsentieren. Außerdem wird der Ducsaal-DJ besondere Musikstücke aus 30 Jahren Ducsaal auflegen sowie CDs und Shirts verlosen.
Extra

Mittwoch, 3. Oktober: The Queenkings unplugged - Die größten Queen Hits akustisch Freitag, 5. Oktober: Paddy Goes To Holyhead - Die Folkrock-Helden der 80er Samstag, 13. Oktober: Brothers In Arms - Deutschlands bester Dire Straits Tribute Sonntag, 14. Oktober: The Fixx - Die Kultband des New Wave aus den 80ern in Originalbesetzung Freitag, 19. Oktober: Geoff Achison - Absolutes Markenzeichen des Australischen Blues Freitag, 26. Oktober: Hole Full Of Love - AC/DC at its best www.ducsaal.com