Von Mauern und Menschen

TRASSEM. Nach der erfolgreichen Geschichte um den kleinen Jonas präsentierte die "Licht ins Dunkel"-Gruppe nun ihr neues Musiktheather: "Behind the Wall".

Zum fünften Geburtstag von "Licht ins Dunkel” kehrte die Gruppe dorthin zurück, wo alles seinen Ursprung nahm: in die Kirche der Pfarrgemeinde Trassem. Dabei waren die Karten für die beiden geplanten Vorstellungen am Wochenende so schnell vergriffen, dass man sich kurzerhand zu einer Zusatzveranstaltung entschloss.Das Musiktheater basiert auf der Rockoper "The Wall” der britischen Kultband Pink Floyd. Es erzählt von Menschen, die hinter Mauern leben. Der Generationen-Konflikt ist eine wichtige Thematik, es geht um Einsamkeit und mangelndes Verständnis.Das Stück beginnt mit der Durchsage einer Nachrichtensprecherin (Stefanie Schmitt), die den gerade begonnenen Irak-Krieg ankündigt. Vor diesem Hintergrund wird die Geschichte eines Großvaters (Peter Hein) erzählt, den seine Enkelin (Stefanie Frenz) besucht. Den Krieg nimmt der Großvater zum Anlass, von seiner Jugend und dem Zweiten Weltkrieg zu erzählen, wofür die Enkelin jedoch wenig Interesse zeigt. Dies wiederum aktiviert den "Geist der Mauer” (Graf), der mit seinen Helfern (Firmlinge der Pfarrgemeinde Trassem) langsam, aber stetig eine Mauer zwischen dem alten Mann und seiner Enkelin aufbaut.Unbemerkt entfremden und distanzieren sich Alt und Jung voneinander, bis sie für die Zuschauer, dargestellt durch eine große weiße Mauer, die den Blick auf die Bühne nimmt (Teamleitung Mauerbau: Nicole Steinmetz), vollkommen getrennt sind. Doch schließlich nimmt der alte Mann den Kampf auf - gegen den Geist, die Mauer, die Distanz und nicht zuletzt gegen seinen drohenden Tod.Thematisch passend in das Stück eingearbeitet wurden Songs der britischen Kultband Pink Floyd. So ertönt etwa, wenn der Großvater über die strengen Lehrer in seiner Schulzeit spricht, Pink Floyds wohl berühmtester Song "Another Brick in the Wall” mit der Aussage "We don't need no education - we don't need no thought control”.Erneut wurde das Stück von Christian Müller geschrieben und produziert. Ebenso nahm er auch wieder selbst am Keyboard Platz. Und auch sonst konnte man einige bekannte Gesichter begrüßen: Myriam Parusel (Gesang) und Andrea Schwarzenbarth, der "Engel des Lichtes”, Nadine Graf, die zudem die Einstudierung übernahm, sowie den "Herrn der Finsternis”, Peter Fisch.Die Band wurde umbesetzt. Als zusätzlicher Keyboarder stieß Albrecht Ehses zu der Gruppe. Ebenfalls neu dabei waren der "8onstage”-Schlagzeuger Ingo Ternes sowie der "8onstage”-Sänger Reiner Schneider, Bass. Verstärkt wurde die Band mit Wolfgang Prinz (Gesang) - bekannt durch die Band "unplugged gang” - und mit seinem früheren Bandkollegen und Gitarristen Achim Elsen.Dafür, dass die optische und akustische Umsetzung den vergangenen Aufführungen in nichts nachstehen, garantierte die weitere Zusammenarbeit mit der Firma "Pink Noise”, die die Licht- und Tontechnik betreute.Auf der Technik-Seite standen Markus Hendle, Thomas Hochhalter, Thomas Scharrer, Karsten Pilz und Markus Rau zur Verfügung. Die Bühne wurde von Wolfgang Paque gestaltet. Auf Seiten des Veranstalters wurde das Projekt von Andreas Zimmer sowie dem Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates Roland Konter betreut.Ob die Mauer am Ende gefallen und der Geist der Mauer vernichtet wurde, soll hier nicht verraten werden.