Von Schmugglern und Herzbuben
Rund 600 Wanderer haben dem teils strömenden Regens bei der zweiten Etappe des "SWR Wanderspaßes" die Stirn geboten und anschließend in der Hermeskeiler Hochwaldhalle gefeiert.
Hermeskeil. (urs) Passionierte Wanderer lassen sich von Regen den Spaß nicht verderben. Hubert Bausch aus Flörsheim-Dalsheim (Kreis Alzey-Worms) ist jedenfalls trotz pitschnasser Jeans bester Laune. Schließlich ist er zumindest beim musikalischen Abschluss der zweiten Etappe des SWR Wanderspaßes im Trockenen. Witterungsbedingt findet dieser nämlich nicht im Freien statt, sondern in der Hermeskeiler Hochwaldhalle.
Dort drängen sich mit rund 600 Wanderern, die Wind und Wetter getrotzt haben, insgesamt wohl 1500 Menschen. Anlass des Andrangs ist der Auftritt von Stars wie den "Wildecker Herzbuben", die denn auch im Nu ihrem Publikum einheizen. Mit klassischen Werken und Hits wie dem Schneewalzer bringen sie die Stimmung zum Kochen. Aber auch die Wanderung hat begeistert.
Wanderroute war "bestens vorbereitet"
Die Wege seien "bestens vorbereitet" gewesen, lobt Hubert Bausch, der bereits tags zuvor in Morbach mit dabei war. "Sonst hätte man da gar nicht lang laufen können", ist er überzeugt. Denn es habe schon heftig geregnet. "So etwas habe ich noch nicht erlebt", betätigt der Sinziger Alfons Friedam, der dennoch mitgewandert ist. Für die Rückfahrt zum Thalfanger Ferienpark Himmelberg stehe dann ja später ein Bus bereit, spricht er sowohl der Wanderroute als auch der Unterkunft ein Kompliment aus. Christel Knippel hat sich vom Regen weniger beeindrucken lassen. "Ich bin das gewohnt - ich laufe sehr viel", erzählt die Geisfelderin. Allerdings hätten sie von der tollen Route nicht allzu viel sehen können: "Man musste so auf die Füße aufpassen." Für die Wanderer etwas enttäuschend ist ihrer Meinung nach, dass sich Nichtwanderer schon zeitig im Saal die besten Plätze gesichert hatten. Jörn Winkhaus, Geschäftsführer der Hunsrück-Touristik, des Organisations-Partners von Radio SWR4 und SWR-Fernsehen, ist aber unterm Strich mehr als zufrieden: "Trotz des Regens ist die Stimmung super - es brodelt im Saal." Außerdem hätten die Wanderer auch unterwegs Spaß gehabt. So etwa beim Start in Holzerath am "Drei Mörder"-Hünengrab. Dort waren sie auf "Schmuggler" getroffen - und auf den Gusenburger Nagelschmied Felix Waschbüsch, der sich ungeachtet seiner 80 Jahre ein solches Ereignis nicht entgehen lassen wollte.