Von schwungvoll bis nachdenklich

SAARBURG. Das musikalische Jahr 2006 begann für den Kreis Trier-Saarburg mit dem traditionellen Neujahrskonzert. Rund 300 Zuhörer – Bürger und geladene Gäste – gaben sich in der Saarburger Stadthalle die Ehre.

Alle Jahre wieder ist es das gleiche Bild: Zahlreiche, zum Teil hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft und diversen Verbänden bevölkern neben einigen "Normalbürgern" die Saarburger Stadthalle, um das neue Jahr mit festlicher, gewöhnlich hauptsächlich aus dem klassischen Bereich stammender Musik zu begrüßen. Das war auch diesmal nicht anders. Bereits zum 20. Mal hatte der Kreis zum Neujahrskonzert geladen. Rund 300 Zuhörer waren gekommen. Der Landrat betrat die Bühne, und spätestens da war klar: Es ist ja doch etwas anders als bisher. Hatte noch im vergangenen Jahr Richard Groß "dort oben" gestanden, um seine Gäste willkommen zu heißen, war es nun der erst vor wenigen Tagen auf den Chefsessel der Kreisverwaltung beförderte Günther Schartz, der das Mikrofon ergriff.Vorgänger und Nachfolger

Was folgte, war die Begrüßung einer ganzen Liste geladener Gäste. Gekommen waren unter anderem Landrat a. D. Groß, Bundestagsabgeordneter Bernhard Kaster, Staatssekretär Karl Diller, Landtagsabgeordneter Dieter Schmitt und die Bürgermeister der Verbandsgemeinden Konz (Winfried Manns), Kell (Werner Angsten) und Leo Lauer (Saarburg), dessen Amt bis vor kurzem Neu-Landrat Schartz innehatte. Mit Blick auf das, was in den folgenden rund zweieinhalb Stunden zu hören sein sollte, versprach der Gastgeber einen "schwungvollen, aber auch nachdenklichen Start ins Jahr 2006". Auf dem Programm standen sowohl klassische als auch moderne Stücke mehr oder weniger bekannter Komponisten - von Johannes Brahms über Anton Dvorak und John Lennon bis hin zu George Gershwin und James Scott. Durchweg gelungen war der Mix aus getragenen und beschwingten Arrangements, die allesamt eines nicht vermissen ließen: hohen musikalischen Anspruch. Angetreten waren drei in der Region und zum Teil weit darüber hinaus bekannte Ensembles: das Posaunenquartett "Westwind Trombones", das Streicherquartett "Largo" und das Blechbläser-Ensemble "Tinny Brass". Durch das Programm führte Frank Jaeger. "Man sollte den Glauben an die guten Dinge nicht vergessen", gab Landrat Günther Schartz den 300 Gästen mit auf den Weg ins neue Jahr, dass mit seinem Amtsantritt für den Kreis bereits mit "erheblichen Veränderungen" begonnen habe. Natürlich müsse er sich noch eingewöhnen, erklärte Schartz im Gespräch mit dem Trierischen Volksfreund. Seiner neuen Aufgabe sehe er jedoch optimistisch entgegen. Denn: "Der Kreis Trier-Saarburg ist ein Landkreis mit Schwung."