Von wegen verwöhnte Kinder!

Was wird nicht alles über die Jugend und die Kinder von heute geschimpft! Verwöhnt und verzogen wären sie, nicht mehr bereit, sich zu engagieren, nur auf ihren Vorteil bedacht und auf ihren Spaß, also fun, wie das wohl heute eher heißt.

Sicher, mein Martin und ich haben unsere drei Jungs wohl ein bisschen strenger angepackt als das manche moderne, junge Frau heute tut, habe ich manchmal den Eindruck. Aber im Großen und Ganzen… Ich freue mich jedenfalls darauf, wenn einer unserer Jungs hoffentlich bald mal so ein kleines Purzelmännchen in die Welt setzt. Aber jetzt komme ich ein bisschen vom Thema ab. Was ich eigentlich erzählen wollte, ist, dass es immer wieder Beweise dafür gibt, dass die Jugend von heute doch nicht so schlecht ist. Eine richtig süße Geschichte hat mir jetzt eine Nachbarin erzählt, die eine Lehrerin an der Grundschule St. Laurentius in Saarburg kennt. Diese Lehrerin ist mit Schülern aus zwei zweiten Klassen zum Buttermarkt gegangen und hat einen kurzen Abstecher zur Eisdiele gemacht. Dort haben die Kinder mit ihren Eishörnchen wohl eine Weile auf der Terrasse Platz genommen, und irgend eines dieser Kinder hat seine Mütze auf den Boden gelegt, um Geld zu sammeln. Allerdings nicht, wie sicher mancher jetzt meint, um sich die nächsten Kugeln bestellen zu können. Die Dötzchen sind mit ihren gesammelten 13 Euro, die sie zusammen bekommen haben, zum Wolfgang Hausen-Mabilon von der Glockengießerei gegangen und haben ihm das Geld ganz feierlich übergeben - als Spende für das Missionskreuz im Staden, das Vandalen vor ein paar Wochen kaputt gemacht haben und das der Herr Hausen-Mabilon hat sanieren lassen. Also, ich war platt, als ich das gehört habe und sage ganz deutlich: Die Kinder von heute sind viel besser als ihr Ruf!