Vor-Tour der Hoffnung 2019: Benefizradler sammeln bei Tour rund um Trier mehr als 600 000 Euro für kranke Kinder

Kostenpflichtiger Inhalt: Vor-Tour der Hoffnung : „Gänsehaut pur“: Benefizradler sammeln bei Tour rund um Trier mehr als 600 000 Euro für kranke Kinder

Drei Tage lang haben sich die Fahrer der Vor-Tour der Hoffnung für den guten Zweck abgestrampelt. Den Rekordbetrag vom Vorjahr in der Eifel haben sie wohl nicht ganz erreicht. Aber auf ihrem Weg durch die Region Trier/Luxemburg haben sie mehr als 600 000 Euro für krebskranke Kinder in Empfang genommen.

Die Saarburger haben sich etwas Besonderes ausgedacht für die Fahrer der Benefizradtour „Vor-Tour der Hoffnung“, die am Dienstag kurz gegen 17 Uhr auf den City-Parkplatz rollen. Denn die Spenden, die örtliche Vereine, Kindergärten, Schulen und Unternehmen seit Jahresbeginn gesammelt haben, werden nicht einfach auf der Bühne überreicht. Dazu bittet Bürgermeister Jürgen Dixius die deutsche Weinprinzessin von 2017/18, Laura Lahm, in luftige Höhen in den Korb der ausgefahrenen Feuerwehr-Drehleiter. Insgesamt rund 11 000 Euro schlagen die Saarburger aufs Spendenkonto oben drauf.

Sehr zur Freude der 160 Tour-Teilnehmer – unter ihnen viele bekannte Gesichter aus Sport, Politik und Gesellschaft – die drei Tage in Folge von Trier aus durch die Großregion geradelt sind. Weltmeister, Medaillengewinner und Olympiasieger waren dabei, etwa der ehemalige Eiskunstläufer Norbert Schramm, Ex-Zehnkämpfer Guido Kratschmer und Nadine Krause, Welthandballerin von 2006. Unterwegs haben sie in 16 Orten angehalten und Spenden für kranke und hilfsbedürftige Kinder eingesammelt. Dort haben sie mit ihren Unterstützern gesungen, getanzt und viel gute Laune verbreitet.

Das vorläufige Ergebnis der Fahrt kann sich sehen lassen. Zwar wird der Rekord vom Vorjahr in der Eifel – etwas 612 000 Euro – womöglich nicht ganz erreicht. Aber: „Da heute Abend in Trier noch etwas dazukommt, landen wir sicher bei mehr als 600 000 Euro“, freut sich Vor-Tour-Organisator Jürgen Grünwald, der die jährliche Benefizrundfahrt durch eine Region von Rheinland-Pfalz 1996 ins Leben rief. Sein Fazit der Vor-Tour 2019 rund um Trier fällt rundum positiv aus. „Was die Orte für Ideen entwickelt haben, was die Kinder sich haben einfallen lassen – das war Gänsehaut pur.“ Zurück in Trier werde am Abend kräftig gefeiert beim Kinderfest an der Villa Kunterbunt. Das Nachsorgezentrum für krebs- und schwerkranke Kinder gehört zu den 24 Institutionen in Rheinland-Pfalz, auf die alle gesammelten Spenden verteilt werden.

Vor dem Stopp in Saarburg waren die Radler unter anderem in Nittel und Wincheringen zu Gast, wo die Promis mit dem Publikum schunkelten und sich am Sportplatz im Elfmeterschießen versuchten. Weiter ging es nach Luxemburg (Remich, Schengen), Apach hinter der französischen Grenze und Perl.

Für die Organisatoren ist die Vor-Tour 2019 ein Erfolg, für die Teilnehmer ein Erlebnis, an das sie gern zurückdenken werden. „Wir hatten insgesamt Glück mit dem Wetter, haben sehr viele tolle Menschen kennengelernt und viel Geld gesammelt – also rundum eine schöne Sache“, sagt Eiskunstlauf-Ikone Norbert Schramm.

Laura Lahm darf in Saarburg die Spendenschecks für die Vor-Tour der Hoffnung im Korb der Feuerwehr-Drehleiter in Empfang nehmen. Foto: Trierischer Volksfreund/Christa Weber

Einige der Radler brauchen ihre Rennräder gar nicht weit wegzustellen. Für sie geht es nahtlos weiter beim „großen Bruder“ – der 1983 gegründeten Tour der Hoffnung –, die ab dem heutigen Mittwoch durch Hessen und Nordrhein-Westfalen rollt. Die Jubiläumsfahrt zur 25. Vor-Tour der Hoffnung 2020 wird ins Ahrtal führen. 2021 kehren die Benefizradler zurück in die Region und fahren im Raum Morbach/Bernkastel-Kues.

Spenden für die Vor-Tour der Hoffnung sind weiter möglich, zum Beispiel auf folgendes Spendenkonto: Sparkasse Neuwied, IBAN: DE67 5745 0120 0102 2195 32

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