Vorbereitungen für neue Station im Krankenhaus Saarburg laufen

Gesundheit : Klinik schafft neue Station mit 60 Betten

Das Kreiskrankenhaus in Saarburg will 40 Mitarbeiter einstellen – was angesichts des Fachkräftemangels schwierig ist.

Das Datum und das Ziel stehen fest, der Weg dorthin dürfte allerdings nicht einfach werden: „Zum 1. Januar 2020 soll die neue Psychiatrie-Abteilung ihren Betrieb aufnehmen“, sagt Joachim Christmann, Interimsgeschäftsführer des Kreiskrankenhauses in Saarburg. Mit Einbeziehung bestehender Angebote wie der psychiatrischen Tagesklinik wird die neue Psychiatrie 60 Betten umfassen. Mit den Liegemöglichkeiten ist es jedoch nicht getan. Rund 40 neue Mitarbeiter werden deshalb gesucht. Seien es Mediziner, Pflegepersonal, Physiotherapeuten oder Psychologen. Joachim Christmann ist sich der Herausforderung bewusst. Gerade aufgrund der Nähe zu Luxemburg mit den dort gezahlten Gehältern sind Fachkräfte ein seltenes Gut.

Beratend dabei wird sicher das Landeskrankenhaus sein. Die Zusammenarbeit mit dem Landkreis als Krankenhausträger wird am 25. Juni offiziell besiegelt (der TV berichtete). Das Landeskrankenhaus soll unter anderem die Geschäftsführung für das Saarburger Haus erledigen. Doch Christmann weiß, dass das Landeskrankenhaus nicht einfach so Fachpersonal übrig hat, um es nach Saarburg zu schicken.

In der dortigen Klinik laufen schon Vorbereitungen logistischer Art. Betten werden durch die Gänge geschoben, um Platz zu machen für die neue Station. Denn dafür werden erst einmal keine neuen Räume gebaut. „Noch bis Oktober ziehen einzelne Abteilungen innerhalb des Hauses um“, sagt Christmann (siehe Info), Derzeit wechselt die Abteilung Schmerztherapie (aktuell A 4) auf die Ebene 1 (A 1).

Wenn sich die Stationen und Abteilungen neu sortiert haben, wird auf Ebene 4 die Psychiatrie und auf Ebene 5 die Psychosomatik ihren Platz haben. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf andere Bereiche des Hauses. Christmann betont, dass sich an der laut Krankenhausplan vorgesehenen Bettenzahl in der Chirurgie oder in der Inneren Medizin nichts ändern werde. Es könne jedoch vorkommen, dass die Zahl zusätzlicher Betten in den einzelnen Abteilungen kleiner werde. „Zwischen den einzelnen Bereichen ist abgesprochen, dass im Bedarfsfall in anderen Abteilungen Betten zur Verfügung gestellt werden.“

Die Patienten für die neue Station werden voraussichtlich vor allem aus dem Saarburger Raum und dem Hochwald kommen. Unter ihnen werden laut Christmann auch solche sein, die für sich und andere eine Gefahr sein können. Patienten aus dem Bereich forensische Psychiatrie, dass heißt Umgang mit psychisch- und suchtkranken Tätern, wird es in Saarburg allerdings weiterhin nicht geben.

Es gibt erste Pläne, dass in Zukunft erneut vermehrt Betten durch die Gänge des Kreiskrankenhauses geschoben werden. Laut Christmann soll in einem Anbau neuer Raum geschaffen werden. Den würden Stationen nutzen, die derzeit noch im A/B-Gebäude untergebracht sind. Das ist sanierungsbedürftig und hat teilweise Sechsbett-Zimmer. Zudem ist es so gebaut, dass die Stationen nur mit erhöhtem Personalaufwand betrieben werden können.

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