Vorbildliche ambulante Hospizarbeit in Hochwaldklinik

Ausgezeichnung im Hochwald : Ehrenamtliche begleiten Schwerkranke

Der Stiftungspreis des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes geht in den Hunsrück.

Haupt- und ehrenamtliche Fachkräfte und Helfer des Ambulanten Hospizes Hochwald (AHH) und des St. Josef-Krankenhauses Hermeskeil arbeiten eng zusammen. Und das seit vielen Jahren. Nun wurden sie dafür ausgezeichnet: Engagierte der Klinik und des Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes (AHPB) Hermeskeil-Morbach mit dem AHH.

Der Deutsche Hospiz- und Palliativverband (DHPV) würdigt ihre Arbeit mit seinem Stiftungspreis 2018. Dotiert mit 500 Euro, zeichnet er die „hospizliche Kultur und palliative Kompetenz in einer ländlichen Region“ aus. Basis ist ein Netzwerk kooperierender Partner der Kranken- und Altenpflege, Hospiz- und Palliativ-Arbeit sowie von Ärzten und Seelsorgern.

Laut Erich Lange, der als Stellvertretender DHPV-Vorsitzender den Preis überreichte, zielt der Preis in zwei Richtungen. Der Verband wolle die Versorgung von in Krankhäusern Sterbenden stärken und „Mut machen“– den Engagierten wie anderen, „ihnen zu folgen“. Hermeskeil sei früh vorangegangen. Während andere erst anfingen, über die Notwendigkeit ambulanter Hospize nachzudenken, sei das Angebot in Hermeskeil seit 2003 etabliert.

Christoph Drolshagen, Leiter der Marienhaus GmbH Hospize, hob hervor, dass Annette Münster-Weber damals „vom Krankenhaus heraus Hospizarbeit auf den Weg gebracht“ habe. Sie habe „sehr viel getan für den hospizlichen Gedanken“, dankte er der Krankenschwester, die heute als Krankenhaus-Oberin unter anderem für Ehrenamtliche zuständig ist. In keinem anderen ihrer Hospize stecke Hospizarbeit derart stark in den Genen.

Münster-Weber war die erste Hospizfachkraft des AHH und sieht ein solches Engagement als selbstverständlich an. Es beschäme sie, „dafür einen Preis zu bekommen“. Nachfolgerin Marion Schronen betonte, mit Blick auf die Arbeit der Ehrenamtlichen und die gelebte Kooperation empfinde sie „so etwas wie Stolz“.

Für die Ehrenamtlichen sprach Maria Schmitt, die es als wohltuend bezeichnete, dass ihre Arbeit anerkannt und wertgeschätzt werde. In der Bevölkerung gebe es eine große Akzeptanz.

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