Vorerst einmal abgelehnt

TEMMELS/KONZ. (mö) Das Projekt "Fellericher Plateau" (TV vom 7. Mai) ist vorerst wieder offen. Am Montag hat der Ortsgemeinderat in Temmels seine Zustimmung verweigert, während Tawern und die Verbandsgemeinde Konz zustimmten. Jetzt sollen zunächstUnstimmigkeiten bereinigt werden.

Das Vorhaben schien schon in trockenen Tüchern zu sein. Die Genehmigung der Struktur- und Genehmigungsdirektion fürs Projekt "Wohnen am Golfplatz" auf dem Fellericher Plateau zwischen Tawern und Temmels lag vor, der Ortsgemeinderat Tawern hatte bereits zugestimmt und die Zustimmung in der Ortsgemeine Temmels und im Verbandsgemeinderat schien nur eine Formalität zu sein. Tatsächlich ließ auch der Verbandsgemeinderat die neue Konzeption - Golfplatz mit Hotel und Wohnanlage - am Mittwoch mit deutlicher Mehrheit passieren. Nur die Ratsmitglieder in Temmels, auf dessen Gemarkung der Golfplatz angelegt werden soll, verweigerten am Montag mehrheitlich die Zustimmung. Ohne die kann das Projekt nicht durchgeführt werden. Wie verlautet, waren drei Gründe für die Ablehnung maßgebend: Der Straßenverkehr: In der Verkehrssituation sieht der Rat ein Problem. 80 Prozent des Verkehrs für das bebaute Plateau würden durch Temmels gehen. Dazu gibt es kein verbindliches Konzept, sondern nur vage Zusagen. Die Finanzen: Temmels befürchtet Schadenersatzforderungen des ursprünglichen Investors angesichts des geänderten Plans. Die Umwelt: Der große Landschaftsverbrauch durch 400 Häuser und den Golfplatz stößt bei den Ratsmitgliedern auf Bedenken. Dabei hält auch der Gemeinderat Temmels das Projekt grundsätzlich für sinnvoll. Allerdings müssten die Interessen der Ortsgemeinde berücksichtigt werden, so Bürgermeister Joachim Mimler (SPD): "Wir vertreten zunächst einmal unsere Gemeinde." Mittlerweile sind die Fronten in Bewegung geraten. Von der Verbandsgemeinde liegt ein Gesprächsangebot vor, und auch in Temmels signalisiert man Gesprächsbereitschaft. "Wir müssen ungeklärte Fragen besprechen", sagte Verbandsgemeindebürgermeister Winfried Manns gegenüber dem TV und betonte, in der Sache habe es keine Zugeständnisse gegeben. Auch zwischen Temmels und Tawern würden Gespräche stattfinden. Das Verkehrsproblem, das in Temmels entsteht, sei nur durch eine gemeinsame Initiative lösbar. Und was die Gefahr von Schadensersatzforderungen angehe, da stehe er als Jurist für die Einschätzung, dieses Risiko sei nicht sonderlich hoch. Das Projekt soll nicht an Temmels scheitern. Manns: "Im Lauf der nächsten zwei Wochen muss eine Entscheidung fallen."