Vorsicht Kunstfalle!

Die Dauerausstellung im Saarburger Amüseum greift der Saarbrücker Künstler auf, um mit seinen Werken einen Schnittpunkt zwischen Tradition und Gegenwart zu bilden. Die Ausstellung, die seit Mitte Mai läuft, findet ab 20. Juni ihre Vollendung.

Saarburg. (doth) "Kunstfalle" nennt Christoph Rammacher seine Ausstellung im Saarburger Amüseum, die noch bis zum 29. August zu sehen ist. Der Saarbrücker Künstler "tarnt" dabei viele seiner Werke, ganz so, als ob sie schon immer in der Dauerausstellung gestanden hätten. Der Betrachter muss schon einen zweiten oder dritten Blick riskieren. Schon im Eingangsbereich hängen und liegen bunte, filigrane Papierarbeiten. Ein größeres Objekt meldet sich aus dem Kellergeschoss erst einmal akustisch. Sich drehende Räder machen mit Speichen und Dosen Geräusche, direkt neben der historischen Turbine.

Vieles sieht so aus, als hätte es schon immer hier gestanden. Hinter Schiffsmodellen mogelte sich ein "Flussbohrer". In der Abteilung der Flussschifffahrt ziehen zwei "Knotenakte" ihre Blicke auf sich. Im Dachgeschoss stehen fantasievolle Plastiken aus Pappmasche´´ und großformatige Gemälde kann Rammacher auch.

Ab 20. Juni macht es sogar "Blubb". Dann kann dem Künstler bei der Arbeit zugeschaut werden. Ab 11 Uhr wird am Aussichtspunkt des Amüseums eine Skulptur installiert, die gigantische Wassertropfen darstellt. Rammacher beantwortet dann auch Fragen zu seiner Arbeit.

"Diese Installation soll den direkten Bezug zum Wasserfall darstellen", sagt der Künstler, der seit 2006 mit der Kulturbeauftragten, Anette Barth zusammenarbeitet. Er ist Dozent an der Kinder- und Jugendkunstschule in der Glockengießerei.

"Diese Ausstellung ist deshalb so fantastisch, weil der Künstler die Räume nutzt, ohne vorher etwas herauszunehmen, sondern so wie sie sind", erklärt Barth. Das sei eine Herausforderung für den Betrachter, die sich lohnt.

Das Amüseum ist montags bis freitags, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 16 Uhr geöffnet.

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