Vorweihnachtlicher Zauber in Roscheid
Konz-Roscheid · Das Besucherzentrum mit 15 Ständen, das Weihnachtsdorf mit 20 Häuschen und die geöffnete Hofschänke: Dieser Dreierpack lässt die Besucher auf den Roscheider Hof strömen. Am kommenden Wochenende soll die 10 000-Besucher-Marke fallen.
Wer das Angebot des Weihnachtsmarktes auf dem Roscheider Hof in Ruhe genießen möchte, sollte sich frühzeitig auf den Weg machen. Geschäftsführer Hermann Kramp ist es schon fast unheimlich: "Gleich am ersten Tag haben wir mehr als 2000 Besucher gezählt." Locker werde man die 10 000er-Marke am nächsten Wochenende überschreiten.
Dann beschert der Niklaus wieder - am Samstag und Sonntag um 16 Uhr. Kleine Schokoladenversionen seiner selbst verteilt der Heilige Mann in Rot. Dicht drängen sich die Kleinen, wenn er mit seinem Knecht Ruprecht am Brunnen des Hofes steht und sieht: "Das sind ja alles brave Kinder." Nikolaus ruft zur Besinnlichkeit auf, trotz aller schlimmen Nachrichten, die die Menschen derzeit erreichten.
Warum ist dieser Weihnachtsmarkt so beliebt? "Wir bieten ein Gesamtpaket an", erklärt Geschäftsführer Kramp. Es ist das Weihnachtsdorf mit den 20 beleuchteten Hütten, die für eine einzigartige Atmosphäre sorgen. Im Museum sind weitere 15 Stände aufgebaut, und die Hofschänke hat geöffnet.
Die Menge allein sei jedoch nicht ausschlaggebend, sagt Kramp. Es sei die Qualität des Angebotes. Und da sei er wählerisch: Es muss alles handgemacht sein, was angeboten wird, am besten ein Kunstwerk. Das gilt auch für den Glühwein. Und ganz besonders für die drei Krippenbauer, die wieder Kunstwerke zeigen, wie sie sonst kaum irgendwo zu sehen sind.
Stofftiere der Künstlerin Heike Michel aus Gera in Thüringen vertreibt Konrad Theis aus Trier: "Das sind Unikate von besonderer Qualität."
Ihre Kunden verblüffen Karin und Horst Schmitz aus Wittlich: Aus Haselnussholz entstehen kleine Burgen, die auch mal im "Berg" verschwinden können. Der Künstler führt die Entstehung an einer sogenannten Dekopiersäge vor.
Um diesen Weihnachtsmarkt zu besuchen, kommen die Menschen von weit her. Irmgard Müller ist schon zum zweiten Mal aus der Eifel angereist: "Es ist so ein gemütlicher Weihnachtsmarkt." Günter Müller freuen die kurzen Wege auf dem Gelände. Und er lobt: "Hier ist für jeden Geschmack was dabei." doth