Freizeit „Waldbaden” auf dem Achtsamkeitspfad

Hentern · Teilnehmer der ersten Begehung des Weges in Hentern erfahren die entschleunigende Kraft der Natur.

  Vom Regen lassen sich die Wanderer bei der Einweihung des Henterner Achtsamkeitspfads nicht abhalten.

Vom Regen lassen sich die Wanderer bei der Einweihung des Henterner Achtsamkeitspfads nicht abhalten.

Foto: Rita Schwaab

 Sich selbst und den Wald mit allen Sinnen achtsam erleben. Darum ging es kürzlich bei der ersten Begehung des neuen Achtsamkeitspfades in Hentern. Trotz des Regens waren viele am sogenannten „Waldbaden” Interessierte gekommen und der Einladung von Ortsbürgermeister Michael Marx gefolgt.

Die Idee eines Achtsamkeitspfades sei von jungen Erwachsenen im Juli 2018 entwickelt worden, berichtet Marx. Das Projekt wird von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) gefördert und umgesetzt. Marx reichte eine Bewerbung ein und bekam grünes Licht. Der Achtsamkeitspfad wurde direkt an die Ruwer-Hochwald-Traumschleife angegliedert und macht den prämierten Wanderweg für die Besucher nun noch attraktiver.

Der Pfad sei eine ideale Ergänzung zum neuen „Haus AchtsamZeit”, das im Frühjahr dieses Jahres seine Türen in Hentern geöffnet habe, sagt der Ortsbürgermeister. Er dankt dem Ehepaar Laurette Bergamelli und Axel Bilharz, dass sie mit ihrem Achtsamkeitshaus nach Hentern gekommen sind. Martin Alten, hauptamtlicher Beigeordneter der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell, gratuliert zu dieser weiteren Attraktion und der positiven Entwicklung in Hentern, die in vielen Projekten sichtbar geworden sei.

Zwei Achtsamkeitstrainer übernehmen dann den Part des angeleiteten Waldbadens und begleiten durch den Wald, der wie kaum ein anderer Ort die Möglichkeit bietet, abzutauchen und alle Sinne zu öffnen. 

Beim anschließenden Austausch über das Erfahrene zeigte sich, dass bei dem nassen Wetter das Waldbaden besonders intensiv wahrgenommen wurde. Die Bäume verströmen noch mehr ätherische Öle und das Prasseln des Regens auf den Blättern war deutlich zu hören. Selbst das Gehen im Schweigen wurde im Nachhinein als sehr wohltuend beschrieben.

Der Pfad lädt alle ein, achtsam in den Wald mit allen Sinnen einzutauchen, die Ruhe zu genießen und eigenständig Waldbaden zu gehen.

In Japan ist das Eintauchen in die Wald-Atmosphäre eine offiziell anerkannte Methode zur Vorbeugung gegen Krankheiten und zu ihrer unterstützenden Behandlung. Die Botenstoffe in der Waldluft, die sogenannten Terpene, stärken nachweislich die Abwehrkräfte. Der Kreislauf kommt in Gang und der Abbau von Stress wird gefördert.

An sechs bebilderten Übungsstationen wird zum Innehalten angeregt und auf Wunsch über eine App Anleitung gegeben, wie man die Natur und Umwelt mit allen Sinnen erfahren kann. Für eine Nutzung des Pfades werden darüber hinaus Flyer und Hinweisschilder vom Haus AchtsamZeit ergänzt. Für den gesamten Achtsamkeitspfad kann man ein bis zwei Stunden einplanen. Jeden ersten Sonntag im Monat um 15 Uhr bieten die Achtsamkeitstrainer Laurette Bergamelli und Axel Bilharz angeleitetes Waldbaden an (auch zu anderen Zeiten auf Anfrage). Treffpunkt ist am Bilderrahmen der Traumschleife unter dem Hardter Wald. Parken kann man am Haus AchtsamZeit in der Waldstraße 1.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort