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Wald: Waldjugend Greimerath hängt Nisthöhlen auf

Wald : Waldjugend Greimerath hängt Nisthöhlen auf

Wieder einmal hat sich die Waldjugend Greimerath in den Dienst der Natur gestellt und im Greimerather Wald 40 neue Nisthöhlen aufgehängt.

Die Nistkästen sind eine Spende der Bürgerinitiative Pro Natur Hochwald. Sie hat erkannt, dass zeitgemäßer Arten- und Pflanzenschutz besonders wichtig ist und half tatkräftig mit.

„Wo es solche Gelegenheiten zur Naturerfahrung gibt, steigen die Akzeptanz und das Engagement für den Naturschutz“, berichtete der ehemalige Förster Ralf Taubert voller Stolz. Er gründete vor fast 40 Jahren die Waldjugendgruppe. Seit 1979 betreuen die Kinder und Jugendlichen mehr als 400 Nisthöhlen für verschiedene Vogelarten, Fledermäuse, auch 70 Ameisenhügel im Zerfer und Greimerather Wald. Die Nisthöhlen werden von den Waldjugendmitgliedern jährlich vor und nach der Brutperiode gereinigt und eventuell ersetzt.

Bei der Suche nach einem Nistplatz kommen die heimischen Vögel ohne Hilfe nicht aus. Das Angebot ist rar. Naturverträgliche Garten- oder auch Waldbewirtschaftung ist ohne die Nisthilfen nicht möglich.

Die Jugendlichen wissen, dass ein einziges Meisenpaar mit ihren Nachkommen pro Jahr etwa 70 000 Schädlinge (Raupen und Borkenkäfer) vertilgt. Gerade in diesem Jahr mit der witterungsbedingten Borkenkäferplage sind die gefiederten Freunde wichtige Helfer bei der biologischen Schädlingsbekämpfung.

Dass Naturschutz im Kleinen nötiger ist denn je, das haben die Waldjugendmitglieder erkannt. Denn immer deutlicher wird der katastrophale Rückgang vieler Tier- und Pflanzenarten im Rahmen der fortschreitenden Vernichtung der Umwelt.