Wanderer und Familien willkommen

LOSHEIM. Rund vier Millionen Euro will ein privater Investor in ein neues Hotel in Losheim fließen lassen. Gedacht ist es vor allem für Wandertouristen. Über den Bebauungsplan entscheidet der Gemeinderat Losheim am Donnerstag.

Am Losheimer Stausee soll ein neues Drei-Sterne-Hotel entstehen. Bis 2009 soll das Haus mit 100 Betten, das vor allem als Wander-und Familienhotel gedacht ist, fertig gestellt werden. Der Bürgermeister der Gemeinde Losheim am See, Lothar Christ, bestätigte den geplanten Bau durch einen privaten Investor, die IFA GmbH von Wolfgang Schäfer in Schillingen, die bereits das Hochwälder-Brauhaus am Stausee betreibt. Diese investiert nach eigenen Angaben rund vier Millionen Euro in den Neubau, der neben dem Brauhaus liegen und ab Mitte 2007 errichtet werden soll. Nachdem der Gemeinderat Losheim mit einem Grundsatzbeschluss bereits seine Zustimmung signalisiert habe, werde der Rat am Donnerstag mit dem Bebauungsplan Einzelheiten des Projektes besprechen, sagte Christ. Der Bürgermeister erhofftsich von dem neuen Hotel eine "weitere Stärkung des Tourismus" in seiner Gemeinde. Dort verzeichnete 2006 vor allem der Wandertourismus auf den Premiumwanderwegen mit einem Plus von rund 15 Prozent gegenüber 2005 eine gestiegene Nachfrage. Immer größere Wandergruppen aus anderen Bundesländern, Belgien oder Luxemburg hätten im laufenden Jahr in Losheim nach Übernachtungsmöglichkeiten gesucht, sagt Achim Laub von der Tourist-Information der Gemeinde. Insbesondere für diese Wandergruppen gebe es in Losheim - trotz der rund 600 Gästebetten - in der Hauptsaison oftmals aber nicht genug Übernachtungsmöglichkeiten in einem gemeinsamen Hotel. Die geplante Drei-Sterne-Unterkunft soll das Preis- und Leitungsniveau gerade dieser Zielgruppe zufrieden stellen und die Zahl und das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten weiter verbessern, ergänzt Laub. Mit seinem Baustil soll sich das dreistöckige Gebäude am benachbarten Brauhaus orientieren und sich der Landschaft am Seeufer anpassen, sagt Investor Wolfgang Schäfer, der damit rechnet, dass im Hotel und im Brauhaus anschließend 13 neue Arbeitsplätze entstehen. Gemeinde und Investor verfolgen das Ziel, das Hotel im Jahr 2009 gemeinsam mit einem weiteren Tourismusprojekt, dem Garten der vier Jahreszeiten, zu eröffnen. Möglich sei auch, so Lothar Christ, dass das Hotel später in einem zweiten Bauabschnitt um weitere 100 Betten vergrößert werde. Voraussetzung für die Entscheidung sei eine entsprechende Nachfrage.