Wandern ist der Touristen Lust

Obwohl die vollständigen Zahlen noch nicht vorliegen, ist der Trend klar: Bis einschließlich August haben mehr Menschen die Stadt und die Verbandsgemeinde Saarburg besucht als im gleichen Vorjahreszeitraum. Auch die Zahl der Übernachtungen ist gestiegen.

Saarburg. Noch ist das Jahr nicht zu Ende, und noch liegen nicht alle Zahlen auf dem Tisch. Die, die Stefanie Koch, Geschäftsführerin der Saar-Obermosel-Touristik (SOT), auf TV-Nachfrage präsentieren kann, stammen nicht aus ihrem eigenen Haus.

Das Statistische Landesamt hat Zahlen zum Tourismus in der Stadt und Verbandsgemeinde (VG) Saarburg erhoben. "Die reichen allerdings nur bis einschließlich August. September und Oktober sind für uns immer auch wichtige Monate, die sich in der Bilanz bemerkbar machen", erläutert Koch.

Die Zahlen seien nicht weiter aufgesplittet, etwa nach Art der Buchung oder Herkunft der Touristen. Diese detaillierte Aufschlüsselung liefert die SOT stets zum Ende des Jahres.

August bislang der stärkste Monat



Gleichwohl geben die Ergebnisse nach Einschätzung der Fachfrau einen eindeutigen Hinweis auf die Entwicklung des Tourismus in Saarburg und der Region.

Demnach kamen bis einschließlich August mehr als 43 000 Gäste in die VG. Das entspricht im Vergleich zum gleichen Vorjahres-Zeitraum einem Plus von 3,8 Prozent. Auch die Zahl der Übernachtungen ist angestiegen - und zwar um 2,8 Prozent auf 170 459. Für die Stadt Saarburg sind 4,1 Prozent mehr Gäste und 4,9 Prozent mehr Übernachtungen verzeichnet.

"Traditionell startet die Saison immer an Ostern. Das war auch dieses Jahr nicht anders", weiß Koch. Im Mai habe der Betrieb deutlich angezogen, der August sei nach den Zahlen des Landesamtes der stärkste Monat.

Auch wenn dies aus der vorliegenden Statistik nicht hervorgeht, weiß Koch von ihrer Arbeit her: "Niederländer und Belgier machen einen ganz großen Anteil in Saarburg aus, und dabei spielt vor allem der Ferienpark auf dem Warsberg eine wichtige Rolle."

Die positive Entwicklung macht Koch vor allem an zwei Faktoren fest: "In der Ferienzeit hatten wir super Wetter, außerdem fruchtet die Werbe-Strategie."

So bediene sich die SOT seit vier Jahren eines erfolgreichen Marketing-Mixes, unter anderem aus überregionaler Anzeigen-Werbung und speziellen Themen-Broschüren. Positiv bemerkbar mache sich, dass das Land mit einer neuen Tourismus-Strategie in die gleiche Richtung mitziehe. "Unsere originären Themen, nämlich Radfahren, Wandern und Wein, werden beworben. Nur Wellness ist für uns ein Bereich, in dem wir zu wenige Angebote haben."

Deutlich zugenommen habe der Wander-Tourismus. "Wir registrieren eine Klientel, die auf zertifizierte Wanderwege aus ist. Deshalb werden wir unsere Pauschalen in diesem Bereich weiter ausbauen und bewerben, etwa was den Ruwer-Hochwald-Radweg oder auch den Saar-Hunsrück-Steig angeht." Einen Traum hat Koch noch nicht aufgegeben: "Ein Wellness-Hotel wäre für den Tourismus Gold wert und würde helfen, die Durststrecke im Winter zu überbrücken."