Warmes Licht für Pellingen

Der Pellinger Ortsgemeinderat hat sich für ein einheitliches Erscheinungsbild des Dorfes bei Nacht entschieden. 21 neue Natriumgasentladungslampen, erkennbar an dem warmen, gelben Licht, werden installiert. Der Haushalt für die Jahre 2013 und 2014 zeigt eine Erholung der örtlichen Finanzlage auf.

Pellingen. Gasentladungslampen und LED-Technik bei der Straßenbeleuchtung wird bislang noch von RWE in Pellingen parallel getestet. Jetzt hat sich der Ortsgemeinderat für 21 Leuchten mit dem anheimelnden gelben Licht entschieden, und das nicht nur, weil es schöner aussieht.
"Ich bin mit der Entscheidung des Rates sehr zufrieden. Jetzt wird der Ort nachts einheitlich beleuchtet", erklärt Ortsbürgermeister Horst Hoffmann dem TV. Im Zuge des Ausbaus der B 268 entstehen der Gemeinde so keine Mehrkosten, weil die neuen Lampen in die Maßnahme integriert sind. Die Beteiligung der Bürger wurde im Vorfeld mit den Betroffenen abgesprochen.
Von den 21 Lampen stehen sieben künftig außerhalb des Ausbaugebietes. Die Hälfte der übrigen Kosten tragen die Anlieger. "Da sind wir auch mit der Gemeinde dabei", erklärt Hoffmann.
Rainer Heib, Fachmann für Straßenbeleuchtung beim RWE in Trier, erklärte den Unterschied der beiden Leuchtmittel: "Die LED-Einheit hält maximal zehn Jahre und muss dann am Stück getauscht werden."
Der Austausch kaputter Natriumdampflampen verursacht keine Mehrkosten, denn Pellingen hat bereits einen Wartungsvertrag abgeschlossen. "Die Wartungskosten sind wichtig, wenn der Austausch der LED-Einheit 1000 Euro kostet", findet Wolfgang Willems von der CDU und verursacht ein zustimmendes Nicken im Rat.
Auch die Übernahme der Mehrkosten für die LED-Technik von 16 000 Euro durch den Energiekonzern konnte nicht überzeugen. Deshalb entschieden sich die Vertreter aller rund 1000 Pellinger Bürger für die einheitlich gelblich-warme Beleuchtung ihres Orts. Zügig ging danach die einstimmige Verabschiedung des ersten Pellinger Doppelhaushaltes vonstatten. Die größte Investition sind 170 000 Euro für den ersten Bauabschnitt beim Endstufenausbau im Neubaugebiet Höthkopf. Die Grundstücksbesitzer haben diesen Betrag mit dem Kauf des Baugrunds bereits abgegolten. 155 000 Euro Mehrkosten kommen auf die Gemeinde im Personalbereich des Kindergartens wegen des Rechtsanspruchs von Einjährigen auf einen Kita-Platz zu. Dem gegenüber steht der Verkauf von 16 Baugrundstücken im vergangen Jahr.
"Wir sind zuversichtlich, dass sich der Trend beim Verkauf von Baugrund fortsetzt", freut sich Hoffmann. 14 Baustellen gibt es noch in Pellingen. Die Nachfrage sei enorm.
Der Kreditbedarf der Ortsgemeinde fällt wegen der Fertigstellung des Kindergartens, der Ortsdurchfahrt und der Begegnungsstätte von 724 000 Euro im letzten Jahr auf 110 600 in diesem und 75 000 Euro im nächsten Jahr. Die Verschuldung verringert sich von 2,7 auf 1,8 Millionen Euro. doth