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Was gibt es zu erleben in Hermeskeil

Auf Entdeckungstour im Hochwald : Was Gäste in Hermeskeil erleben können

Wer als Gast nach Hermeskeil kommt, ist vor allem zum Wandern in der Region. Aber es gibt auch im Ort einiges zu entdecken. Und für einen schönen Spaziergang muss es nicht immer eine Traumschleife sein.

In Hermeskeil gibt es viel, was sich draußen unternehmen lässt. Auch wer nicht auf die Traumschleifen und Traumschleifchen in der Region möchte, kann sich in der Stadt im Hochwald den Tag vertreiben. Vor allem für jüngere und jung gebliebene Besucher ist das Angebot groß. Wer seine Spaziergänge am liebsten stark koffeiniert beginnt, kann im Café Louis am Langen Markt starten. Dort gibt es Kaffee in jeder Ausführung und Süßes oder Mittagessen – zum Mitnehmen oder zum gemütlichen Sitzen.

Im Stadtpark flanieren Im Stadtpark lässt es sich vor allem bei heißem Wetter gut im Schatten, am Weiher und am Labach aushalten. Außerdem ist dort ein Spielplatz mit Spinnennetz-Klettergerüst installiert. Bis Oktober können Kinder und Erwachsene auch den „Storywalk“ mitmachen. Alle zwei Wochen wird dort auf mehreren Schildern ein neues Kinderbuch in verschiedenen Sprachen vorgestellt.

Wer sich nach dem Stadtpark noch weiter bewegen will, kann auf die Allee der Bäume des Jahres. Dort säumen die Bäume des Jahres von 1989 bis 2017 den Spazierweg.

Über Im Adrian und die Züscher Straße geht es zurück ins Stadtzentrum. Wer aber schon mal in der Gegend ist, kann direkt beim Erholungsgebiet Pflanzengarten vorbeischauen. Auf vier verschiedenen Naturpfaden können vor allem Kinder die Natur im Hermeskeiler Stadtwald erkunden. Beim 500 Meter langen Bienenpfad geht es vor allem für die jüngsten Besucher durch den Naschgarten.

Wer schon längere Beine hat, kann auf dem viereinhalb Kilometer langen Biberpfad mindestens die Biberburg sehen – mit Glück vielleicht auch den Biber persönlich. Gleichlang ist der Legionärspfad. Dort geht es vorbei am verbliebenen Wall eines römischen Legionärslagers. In diesem Lager waren vermutlich während des gallisch-römischen Kriegs zwei Legionen untergebracht. Diese Legionen sollten die keltische Siedlung im Ringwall bei Otzenhausen belagern.

Seit 2001 wird an diesem Ringwall und in seiner Umgebung geforscht. Die Anlage war im ersten Jahrhundert vor Christus ein befestigter Handelsknotenpunkt und die Reste der Festungsmauern – ehemals 20 Meter hoch und 25 Meter dick – können auch heute noch besucht werden. Der Ringwall wird auch Hunnenring genannt und ist auch wegen seiner Dimensionen eine wichtige Sehenswürdigkeit aus der keltischen Epoche.

Wer die Rundwanderung von vier Kilometern bestreiten will, sollte unbedingt festes Schuhwerk haben – die Strecke führt teilweise steil bergauf und -ab. Im Keltenpark Otzenhausen können sich Besucher noch enger mit den Kelten vertraut machen. Es gibt regelmäßig Führungen und Vorträge.

Besuch im Touristenbüro In jedem Fall lohnt sich der Besuch im Touristenbüro Hermeskeil. Dort gibt es nicht nur kompetente, sondern auch freundliche und ausführliche Beratung, alles betreffend, was sich in der Stadt und der Umgebung lohnt. Apropos Umgebung: Mehrere Traumschleifen liegen in der Nähe von Hermeskeil. Zum Beispiel die Traumschleife Frau Holle oder die Fünf-Täler-Tour. Auch um die Talsperre Nonnweiler führt ein Wanderweg. Das Wasser in der Talsperre wird zur Energiegewinnung und Trinkwasserversorgung genutzt. Es ist der größte Wasserspeicher in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald, östlich von Hermeskeil, ist Naturschutzgebiet, unter anderem für Wildkatzen. Etwa 100 der Tiere leben dort. Bis November führt eine Nationalparkführerin sonntags durch den Wald und erklärt Kindern, warum sich Wildkatzen im Nationalpark so wohlfühlen und woran man sie überhaupt erkennt.

Mehrere Museen Wer nach Hermeskeil zum Bummeln oder Leute gucken kommt, sollte nicht zur Mittagszeit aufschlagen, denn einige Läden schließen zur Mittagspause. Am besten auch nicht montags kommen. Jedenfalls nicht, wenn man Lust auf Museum hat. Davon gibt es nämlich mehrere in Hermeskeil. Das Feuerwehr Erlebnis Museum verspricht: Der Name ist Programm und mitmachen ist ausdrücklich erwünscht. Im Hochwaldmuseum Hermeskeil geht es zurück ins Leben der Vorfahren. Besucher erfahren, wie sie gelebt und gearbeitet haben. Innerhalb von vier Kilometern ist man von der Innenstadt an der Flugausstellung: Mehr als 100 original Flugzeuge werden hier gezeigt, im Freien und in Hallen. In der Concorde ist ein Café untergebracht. Schön, dass die Hermeskeiler Innenstadt größtenteils autofrei ist. Die Parkplätze am Stadtpark liegen nicht nur abseits der Innenstadt, sondern sind auch bewachsen und schattig.

 Etwas außerhalb der Innenstadt liegt der Stadtpark mit einem Weiher und dem Labach. Eine Holzbrücke führt direkt in den Park hinein.
Etwas außerhalb der Innenstadt liegt der Stadtpark mit einem Weiher und dem Labach. Eine Holzbrücke führt direkt in den Park hinein. Foto: TV/Anna Hartnack
 Im Stadtpark lässt es ich auf einem schattigen Platz am Weiher gut aushalten.
Im Stadtpark lässt es ich auf einem schattigen Platz am Weiher gut aushalten. Foto: TV/Anna Hartnack
 Die 1853 erbaute evangelische Kirche in Hermeskeil.
Die 1853 erbaute evangelische Kirche in Hermeskeil. Foto: TV/Anna Hartnack

Es geht aber auch entspannter zu in Hermeskeil: Denn ab Samstag ist das Freibad wieder geöffnet – das erste Mal seit Beginn der Pandemie ohne Beschränkungen und ohne begrenzte Besucherzahlen. Liegewiese, Wasserrutsche, Sprungbretter, Sport- und Planschbecken –  und das alles bei angenehmen 24 Grad Wassertemperatur in den Becken.