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Was planen Talling und Neunkirchen für 2022?

Dörfer-Serie Projekte 2022 : Neues Jahr, neue Pläne? Frischkur für Versammlungsraum in Talling, finanzielle Nöte in Neunkirchen

Ein wieder aufgebauter Brunnen und der gute Zusammenhalt im Dorf stimmen die Tallinger Ortschefin zuversichtlich. Ein wichtiges Projekt für 2022 wartet allerdings noch auf Zuschüsse. In Neunkirchen drückt die Schuldenlast, dennoch wird auch dort etwas bewegt.

Gefragt nach wichtigen Projekten in diesem Jahr, braucht die Tallinger Ortsbürgermeisterin Bettina Hoff nicht lange zu überlegen: „Wir wollen den Zukunftscheck-Dorf bald mit einem Bericht fertigstellen.“ Fertig wurde außerdem ein rege genutzter Bouleplatz. Außerdem verweist die Ortschefin, dass erst vor Kurzem abgehaltene Bürgerforum, bei dem die Mitbürger über den Zwischenstand des Starkregenvorsorgekonzeptes informiert worden seien.

Ein Wunsch der Ortsbürgermeisterin für künftige Vorhaben ist die Renovierung des Versammlungsraumes am Spielplatz. In Kooperation mit der freiwilligen Feuerwehr hofft die Gemeinde dafür auf Zuschüsse. Ein gutes Beispiel für Bürgerengagement sei der Wiederaufbau des historischen Brunnens an der Grillhütte mit einer heimischen Douglasie. Stolz ist Bettina Hoff vor allem auf die gute Zusammenarbeit im Dorf – trotz Corona: „Wer Hilfe braucht, der bekommt sie auch.“ Auch für Bauwillige habe der Ort noch was im Angebot: Wer Tallinger werden oder auch als Einheimischer bauen wolle, für den seien noch drei Plätze im Baugebiet frei.

Seit Jahren drückt den Neunkircher Ortsbürgermeister Martin Jung die dringend nötige Sanierung der Wirtschaftswege. Erst die Förderung über das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) macht es möglich, die Arbeiten jetzt auszuschreiben, und er ist sicher: „Ich rechne 2023 mit der Instandsetzung.“

Das grundsätzliche Problem in Neunkirchen ist laut Jung, dass wirklich alles kreditfinanziert werden müsse. „Auch was wir im Forst erwirtschaften fließt gleich in den maroden Haushalt“, bedauert der Ortsbürgermeister. Derzeit laufe eine Klage bezüglich einer finanziellen Mindestausstattung gegen das Land, denn man stehe mit dem Rücken zur Wand. „Der weiteren Verschuldung erteilt der Ortsgemeinderat keine Entlastung mehr. Abgebucht wird trotzdem weiterhin, zum Beispiel die Umlage an den Kreis“, erklärt der Ortschef und sieht in der Verwaltungs- und Gebietsreform für die Verbandsgemeinde Thalfang, die nicht vorangehe, die Ursache für die Misere. „Da bewegt sich einfach nichts mehr“, sagt Jung.

Stolz ist der Ortschef auf die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bürgerhauses plus Wärmepumpe: „Das macht uns weitestgehend vom Öl unabhängig und finanziert sich langfristig selbst.“

Was steht 2022 auf der Agenda? Worauf sind die Dörfer besonders stolz? Das haben wir die Ortsbürgermeisterinnen und -bürgermeister im Hochwald und Hunsrück gefragt. Ihre Antworten veröffentlichen wir seit Jahresbeginn in unregelmäßigen Abständen.