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Wasser- und Abwasserpreise sollen steigen

Wasser- und Abwasserpreise sollen steigen

Der Verbandsgemeinderat Saarburg nimmt in seiner heutigen Sitzung im Haus Warsberg die Wasser- und Abwassergebühren unter die Lupe. Da die Werke in manchen Bereichen Verlust machen, ist mit einer Erhöhung der Gebühren zu rechnen.

Saarburg. Alle Haushalte in der Verbandsgemeinde Saarburg werden ab dem kommenden Jahr mehr für ihr Abwasser zahlen, wenn es nach dem Willen des Haupt- und Finanzausschusses geht. Heute Abend, 18 Uhr, berät der Verbandsgemeinderat abschließend über die geplanten Preiserhöhungen.
Denn trotz der Erhöhung der sogenannten wiederkehrenden Beiträge vor einem Jahr haben sich die Verluste der Werke in diesem Bereich auf inzwischen rund 2,3 Millionen Euro summiert.
Verluste summieren sich


Kalkulatorisch müsste der Preis beim Abwasser laut einem Wirtschaftsgutachten bei 2,10 Euro netto je Kubikmeter Schmutzwassermenge liegen, damit die Werke nicht länger Verlust machen. Dieser Betrag soll künftig auch erhoben werden. Er erhöht sich damit um zehn Cent.
Der Haupt- und Finanzausschuss schlägt weiter vor, die Abgaben für Schmutzwasser von 24 auf 26 Cent je Quadratmeter Fläche zu erhöhen, für die Beiträge erhoben werden. Auch der Preis für das Niederschlagswasser steigt. Hier müssen nach dem Willen der Ausschussmitglieder die Anlieger künftig 19 statt 18 Cent je Quadratmeter befestigter Fläche zahlen.
Nach den Vorstellungen der Werke sowie des Haupt- und Finanzausschusses ändern sich die wiederkehrenden Beiträge für Wasser und Abwasser nur zum Teil. Zum Versorgungsbereich II, gehören die Gemeinden Ayl, Fisch, Kirf samt der Ortsteile Beuren und Meurich, Mannebach, Palzem mit den Ortsteilen Esingen, Helfant, Kreuzweiler, Dilmar und Wehr, Schoden, Wincheringen mit den Ortsteilen Bilzingen und Söst, Merzkirchen mit den Ortsteilen Dittlingen, Kelsen, Körrig, Portz, Rommelfangen und Südlingen sowie der Saarburger Stadtteil Kahren.
Für diesen Bereich sollen die wiederkehrenden Beiträge für die Hausanschlüsse von 55 auf 60 Euro netto erhöht werden. Der Preis je Kubikmeter verbrauchtes Wasser bleibt bei 1,20 Euro netto. Im Versorgungsbereich I, der das übrige Gebiet der Verbandsgemeinde Saarburg umfasst, ändert sich bei den Wasserkosten voraussichtlich nichts.
Bei der Erschließung von Neubaugebieten und beim Neubau der Wasser- und Abwasserleitungen, die in Gemeindestraßen liegen, müssen die Käufer und Anlieger einmalige Beiträge zahlen. Ziel dieser Abgaben ist es, die Kosten für diese Investitionen zu decken. Etwas, was den Werken in den vergangenen Jahren gelungen ist.
So sollen die einmaligen Beiträge für Wasserversorgungs- und Abwasserbeseitigungseinrichtungen auch im kommenden Jahr gleich bleiben. Für die Wasserversorgungseinrichtungen bedeutet dies 3,28 Euro netto je Quadratmeter, für Schmutzwasseranlagen bleibt der Beitragssatz bei 6,75 Euro netto je Quadratmeter Grundstücksfläche und für die Oberflächenwasserbeseitigung bei 22,70 Euro netto je Quadratmeter.
Die Gemeinden zahlen für die Straßen weiterhin 30,52 Euro netto je Quadratmeter entwässerter Fläche.