Wasser, Wind, Acryl und Aquarell

OBERBILLIG. Sonne, Wind, Wasser, Kunst: Zum zweiten Mal fand "Malen an der Mosel – Kunst und Musik am Kanal” am Ufer in Oberbillig statt. Zehn Künstler, die zum Teil aus der Eifel und aus der näheren Umgebung angereist waren, zeigten ihr Können und wurden von einer Jury mit Prämien belohnt.

Akkordeonklänge, wie man sie sonst in Paris hört, große Bäume, blau glitzerndes Moselwasser, Blick auf Wasserbillig. Und mittendrin: malende Menschen. Die hatten sich gut gerüstet. Schwere Steine und Seile zierten die Füße der Staffeleien, die unter den großen Bäumen am Ufer der Mosel in Oberbillig standen. Zehn Künstler waren der Einladung des Hauses der Fischerei gefolgt. Zum zweiten Mal luden die Betreiber des Restaurants Maler ein. "Und in diesem Jahr ist es uns gelungen, noch zwei, drei professionelle Künstler zu bekommen", sagte Matthias Hild, einer der Veranstalter. Die Veranstaltung befinde sich erst im Aufbau und soll in den kommenden Jahren wieder stattfinden. "Die Grundidee ist es, ein Ereignis daraus zu machen, das die Leute aus der Großregion zusammenbringt." Am Rhein habe schon eine solche Veranstaltung stattgefunden, und so dachten sich Matthias Hild und seine Mitstreiter, dies auch an der Mosel zu organisieren. Kunst und Region zu vereinen, das kam auch bei den Künstlern gut an. "Es ist eine tolle Idee", schwärmte Cornelia Lenartz, eine der Künstlerinnen, die aus der Eifel kommt. Es sei schön, andere Künstler zu treffen, und sie freue sich über die Möglichkeit, an der Mosel malen zu können. "Es ist toll, wie die Leute sich hier engagieren", lobte sie die Organisatoren. Die sehen in der Veranstaltung "einen Versuch, eine kulturelle Geschichte vor Ort zu etablieren." Sie geben den Besu-chern und vielen Radfahrern, die am Moselufer fahren, eine Möglichkeit, den Künstlern über die Schulter zu schauen. Ein Angebot, das Irmgard Hein gerne nutzte. Sie freute sich über die schöne Atmosphäre. "Es könnten allerdings noch mehr Künstler hier sein", bemerkte sie. Eine Einschätzung, die auch Heidi Fischer teilte. "Die Veranstaltung hätte es verdient", bekräftigte die Künstlerin aus Wehr, die zum zweiten Mal bei "Malende Mosel" dabei war. Letzt-lich konnten sie und ihre Mitstreiter sich noch gegen Abend über eine besondere Auszeichnung freuen. Eine Jury prämierte die besten Kunstwerke, die auch dieses Mal wieder im Haus der Fischerei ausgestellt werden. Bei den Berufsmalern erhielt Lena Bellinger aus Erkelenz den ersten, Donald R. Green aus Wehr den zweiten Preis, bei den Hobbymalern siegte Christian Gödert aus Wasserliesch vor Jasmin Schreiner aus Saarburg.