Wasserliesch wächst weiter

WASSERLIESCH. Einen ausgeglichenen Haushalt präsentiert, die Satzung für die Umlegung der Kosten für die Straßensa-nierung beschlossen und den Flächennutzungsplan für die Verlängerung der Römerstraße verabschiedet – der Ortsgemeinderat Wasserliesch bewältigte in seiner Novembersitzung unter großer öffentlicher Anteilnahme ein umfangreiches Programm.

Der Gemeinde Wasserliesch ist es wie in den Vorjahren gelungen, für das ablaufende Jahr einen ausgeglichenen Haushalt zu präsentieren. "Wir schließen dank gestiegener Gewerbesteuereinnahmen mit einer Null ab", teilte Ortsbürgermeister Herbert Rausch erfreut mit. Neben den Haushaltsberatungen ging es in der Gemeinderatssitzung um den Flächennutzungsplan für das Baugebiet "Verlänge-rung Römerstraße" und um den Investitionsplan für den Zeitraum 2006 bis 2010. Dazu wurde eine Satzung beschlossen, die die Aufteilung der Kosten für den Erhalt und die Sanierung bereits existierender Straßen regelt. Platz für 14 neue Häuser

Im Gegensatz zu anderen Gemeinden an der Obermosel verzichtet Wasserliesch auf die Erhebung der sogenannten "wiederkehrenden Beiträge", bei denen alle Grundstücksbesitzer die Kosten für den Straßenbau gemeinsam tragen müssen. In Wasserliesch zahlen die direkten Anlieger 65 Prozent der Kosten, die Gemeinde übernimmt die restlichen 35 Prozent. Notwendig wurde der Beschluss, weil für die Aufteilung der Kosten, die aktuell beim Ausbau der Reiniger Straße entstehen, bislang keine verbindliche Regelung existierte. Für das Baugebiet "Verlängerung Römerstraße" gab der Gemeinderat grünes Licht. Auf dem Gelände eines ehemaligen Gewerbebetriebs und späteren Aussiedlerwohnkomplexes, bekannt als "Altes Lager", können 14 Häuser - zwölf Einfamilien- und zwei Mehrfamilienhäuser - gebaut werden. Bis dahin noch offene Fragen zur Oberflächenentwässerung wurden zufriedenstellend beantwortet. Schützenswerte Tiere und Pflanzen gibt es in dem Bereich nicht. Die Kosten für die Erschließung trägt der Eigentümer zu 100 Prozent, die spätere Anlage von Gehwegen ist gesichert. Die Gemeinde half dafür bei der Bereitstellung notwendiger Ausgleichsflächen. Der Haushalt 2007 soll nach den Vorstellungen von Ortsbürgermeister Rausch wie in den vergangenen Jahren ohne Kredite auskommen. "Jedes Jahr wird es schwieriger, aber wir haben bislang unsere Investitionen immer finanziert", stellte Rausch fest. Im nächsten Jahr ist der größte Posten im Investitionsprogramm der Abschluss des Ausbaus der Reiniger Straße. "Allein dafür muss die Gemeinde 284 000 Euro aufbringen", bilanziert der Ortsbürgermeister. Vandalismus: Verärgerung über Polizei-Dienstzeiten

Verzichtet wurde aus Kostengründen auf den Bau einer Kanu-Anlegestelle an der Mosel für 14 000 Euro. Die Zuschüsse für den Kindergarten bleiben mit 70 000 Euro konstant, die Kosten für Straßenreparaturen verdoppeln sich voraussichtlich auf knapp 20 000 Euro. Gern gespart hätte die Gemeinde die 2500 Euro, die durch Vandalis-mus verursacht wurden. "Wir bemängeln immer wieder, dass die Polizeiwache in Konz wochentags bereits um 16.30 Uhr schließt und am Wochenende überhaupt nicht besetzt ist", klagte Herbert Rausch. Die Gemeinde setze sich daher dafür ein, durch aktive Jugend-Vereinsarbeit schon die Entstehung dieser Probleme zu verhindern. "Allein im Sportverein sind über 100 Jugendliche Mitglied, und mit denen gibt es keinen Kummer", stellte der Ortsbürgermeister fest.