Wasserspeicher werden gebraucht

Der Freundeskreis Ziegen für Lwala, der sich auf Initiative des Serrigers Ingbert Dawen gegründet hat, will seine Hilfe für Menschen in Ruanda fortsetzen. Aktuelles Problem: Die Dürre.

Serrig/Lwala (red) Ingbert Dawen hat sechs Monate in Uganda als Entwicklungshelfer gearbeitet. Zurück in Deutschland hat der Serriger das Hilfsprojekt "Ziegen für Lwala" ins Leben gerufen. Viele Frauen haben ihre Männer durch Aids verloren, müssen aber ihre zahlreichen Kinder durchbringen. Da helfen die Ziegen. Sie geben Milch, lassen sich essen und bekommen Nachwuchs. Mittlerweile steht ein Verein, der Freundeskreis "Ziegen für Lwala", hinter dem Hilfsprojekt, das sich ausgweitet hat.
Das aktuelle Problem in Uganda ist die Dürre. Unbarmherzig brennt die Sonne auf den ausgetrockneten Boden. Geregnet hat es bereits seit fast zwei Jahren nicht mehr ergiebig. Wenn doch mal etwas Wasser vom Himmel fällt, dann nur spärlich. Die Ernten fallen oft aus, und so ist die Versorgung der Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln nur ungenügend abgesichert.
Besonders schlimm trifft es den Nordosten Ugandas an der Grenze zum Südsudan. Seit vergangenem Juli sind mehr als drei Millionen Menschen wegen des Bürgerkriegs aus dem Südsudan nach Uganda geflohen, und jeden Tag kommen etwa 3000 hinzu. Aufgrund der bewaffneten Auseinandersetzungen mit der islamitischen Terrormiliz Al-Shabaab im Nachbarland erlebt Uganda die derzeit größte Flüchtlingskrise Afrikas, und hierbei zählt Uganda selbst zu den ärmsten Ländern der Welt.
Es ist zuerst das Vieh, das immer schwächer wird, sich kaum noch bewegt und schließlich völlig ausgemergelt am Boden verendet. Die wenigen Wasserressourcen, die es noch gibt, brauchen die Menschen für sich. Doch mit dem Sterben der Tiere ergeben sich weitere Probleme für die überwiegend ländliche Bevölkerung: Lebensmittel werden knapp, die Preise für Nahrung steigen immer weiter.
Die Helfer vom Freundeskreis "Ziegen für Lwala" wollen den Menschen vor Ort helfen und der Not auch langfristig entgegenwirken. Bei ihrem letzten Besuch der Helfer im Januar 2017 wurden neue Projekte für die Bevölkerung von Lwala begonnen. Das größte aller Probleme stellt die Versorgung mit genügend und sauberem Trinkwasser dar. So wurden für die Dorfgemeinschaft drei große Regenwassertanks an zwei Häusern der Pfarrgemeinde installiert. Beim Bau der Zisternen packten die Freunde aus Deutschland fleißig mit an, und so konnte die Anlage bereits in Betrieb genommen werden.
Außerdem wurde neben dem Kauf von Ziegen ein Projekt für Schulpatenschaften ins Leben gerufen. Die Helfer vermitteln Schulpatenschaften für Mädchen, deren Eltern sich auf grund der Notlage die Ausbildung ihrer Kinder nicht mehr leisten können.
Für Januar 2018 sind weitere Projekte geplant. So sollen die beiden Grundschulen in Lwala saniert werden und mit weiteren Regenwasseranlagen ausgestattet werden. Die Wasserspeicher sind in den Schulen besonders wichtig, denn hier ist der Bedarf besonders groß. Das Vorhaben gestaltet sich in der Region allerdings als große Herausforderung. Denn jedes Bauteil muss aus der nächsten Stadt beschafft werden, und das bedeutet immer eine Reise von einem Tag. Für die Sanierung der Schulen und für die Verbesserung der Wasserversorgung werden noch Sponsoren gesucht.
Ingbert Dawen, der das Hilfsprojekt in Lwala ins Leben gerufen hat, sagt: "Die Menschen in Lwala sind auch weiterhin dringend auf unsere Hilfe angewiesen. Was es bedeuten würde, wenn auch diese Regenzeit ausbliebe, möchte ich mir nicht vorstellen." Die Menschlichkeit der Welt entscheide sich am Schicksal Afrikas. Dawen betont, dass die Kosten für Verwaltung, Unterkunft und Flüge von den Helfern aus ihren privaten Mitteln finanziert werden. Die Spenden kommen laut Dawen eins zu eins bei den Menschen in Lwala an und werden vor Ort von den Helfern und dem örtlichen Pfarrer, Vater Richard Denis, verwaltet.
Spendenkonto: IBAN DE86585501300007166838
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