Wasserversorgung

Zum Artikel "Wasser marsch: Leitung in Betrieb" (TV vom 19. Oktober):

Ich halte es für besonders lobenswert, wenn benachbarte EU-Staaten gemeinsame Projekte durchführen und wie in diesem Fall Ost-Luxemburg mit Trinkwasser aus den Verbandsgemeindewerken Konz und Saarburg versorgt werden kann. Der im Bericht erwähnte Trinkwasser-Preis von 1,90 Euro pro Kubikmeter in der Verbandsgemeinde Konz muss aber ergänzt werden. Hinzu kommt der sogenannte wiederkehrende Beitrag, der sich an der Grundstücksgröße und der Geschosszahl des Hauses orientiert, aber nicht wie bei anderen Wasserversorgern am tatsächlichen Verbrauch. Spätestens seit dem TV-Artikel "In Konz fließt am meisten Geld ins Wasser" (24. März 2010) ist bekannt, dass das Trinkwasser/Abwasser bis heute in der VG Konz 70 Prozent teurer ist als in der VG Schweich. Die sehr pauschalen - nicht überprüfbaren - Begründungen seitens der VG Konz überzeugen den Bürger nicht: Die Schweicher hätten sehr viel weniger Kostenaufwand mit ihrem Versorgungsnetz als in Konz. Wenn es so wäre, könnte die VG Konz ein unabhängiges Gutachten erstellen lassen, um die tatsächlichen Gründe für den höheren Wasser-/Abwasserpreis offenzulegen. Zugleich ist eine derartige Ermittlung die beste Grundlage, um weitere Schritte einzuleiten - zum Beispiel: Einsparpotenziale realisieren, das Versorgungsnetz umstrukturieren, Syn ergieeffekte nutzen. Dazu gehört zum Beispiel die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Trier und anderen Werken. Es ist nicht zeitgemäß, dass eine für den Bürger derartig wichtige Thematik unter den Parteien im stillen Kämmerlein geregelt wird. Hier ist Öffentlichkeit gefordert, um mit Sachverstand die Probleme der Wasser-/Abwasserversorgung so zu gestalten, dass wir wie die Schweicher einen viel niedrigeren Wasser-Abwasserpreis bekommen. Max-Gerhard Brauer, Konz-Könen