Wawern stimmt Neuordnung zu

WAWERN. (kdj) Harmonisch hat sich der Ortsgemeinderat Wawern bei seiner jüngsten SItzung präsentiert: Der Forstreform stimmte er ebenso zu wie der Jahresrechnung 2005 samt aller Haushalts-Überschreitungen und dem Zuschuss für den Kindergarten Wiltingen.

Mit einem knappen Programm hat sich der Gemeinderat Wawern bei seiner jüngsten Sitzung beschäftigt. Zeitlich am umfangsreichsten war die Unterrichtung der Ratsmitglieder über die Neuorganisation der Forstreviere, die Forstamtsleiter Helmut Lieser (Saarburg) gab. Unerfreulich war lediglich die Mitteilung von Bürgermeister Hans Greis (CDU) am Ende der Sitzung: Der Jugendkeller ist derzeit wegen nässebedingten "Pilzbefalls" nicht nutzbar, alle Geräte und Einrichtungsgegenstände müssen ausgelagert werden - wohin, das ist noch offen.38 Hektar Gemeindewald

Die Neuorganisation der Forstreviere, der die Reviere Waldweiler, Greimerath, Wiltingen, Saarburg und Trassem ab 1. Oktober "zum Opfer fallen", bedingt neue Revierzuschnitte und -grenzen. Hintergrund des Vorhabens: Die Zahl der Waldarbeiter, die den Revierförstern zur Verfügung stehen, ist kontinuierlich von rund zehn pro Revier auf durchschnittlich 1,5 pro Revier gesunken, die Holzernte wird fast ausschließlich mit Maschinen bewerkstelligt. Diese Maschinen werden zentral eingesetzt. Das Konzept nahm der Rat widerspruchslos zur Kenntnis. Die Gemeinde Wawern ist an den betroffenen 15 000 Hektar Waldfläche nur mit rund 38 Hektar beteiligt. Der Rat nahm die Jahresrechnung 2005 einstimmig ab, Entlastung wurde ohne Widerspruch erteilt. Nicht vorhersehbare Haushaltsüberschreitungen wurden widerspruchslos "abgesegnet". Bürgermeister Greis hatte zuvor erläutert, dass die Stromkosten für die Straßenbeleuchtung zwar um 1380 Euro gestiegen seien, dieser Haushaltsüberschreitung aber eine Erstattung von 926 Euro aus dem Jahr 2000 gegenüberstünde, als die RWE-Rechnung um eben diese Summe zu hoch gewesen sei. Die mit der Gutschrift verrechnete Überschreitung betrug nur noch 454 Euro, was der Rat zustimmend zur Kenntnis nahm. Kommentare aus der Ratsmitte: "Wir müssen ein Auge darauf haben, was die uns berechnen" und: "Unsere Reklamation hat sich also gelohnt." Überschritten wurden auch die im Haushalt angesetzten "Bewirtschaftungskosten von Wohn- und Geschäftsräumen" um rund 2200 Euro - eine Folge der ständig gestiegenen Energiepreise. Der Rat akzeptierte dies einstimmig. Der alljährlich fällige Sachkostenzuschuss für den auch von den Wawerner Kindern besuchten Kindergarten Wiltingen wurde ebenfalls widerspruchslos bewilligt.Nachrücker für Wagner benannt

Für den wegen Wegzugs aus drei Ausschüssen ausgeschiedenen Dirk Wagner wurden in den Bau- und Dorferneuerungsausschuss als stellvertretendes Mitglied Josef Zimmer, in den Heimat-, Sozial- und Kulturausschuss als "ordentliches" Mitglied Hedwig Britten-Kuborn und in den Rechnungsprüfungsausschuss ebenfalls als "or-dentliches" Mitglied Christian Zebe berufen. Mit der vorbereitenden Planung des seit rund drei Jahren gewünschten naturnahen Spielplatzes soll sich ein vierköpfiger Ausschuss befassen.

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